Damenfrokost

Noch 400 Plätze frei

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Sonderburg/Sønderborg
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Monika Petersen (l) und Eva Clausen, Holebüll, warteten geduldig. Foto: Ilse Marie Jacobsen

Sonnabend begann Verkauf von 1.250 Eintrittskarten für das große Damenfrokost am 12. Mai. Noch sind einige Plätze frei.

Wer an dem großen Damenfrokost beim Stadtfest Sonderburgs teilnehmen möchte, muss für den Kartenverkauf entweder früh aufstehen, oder in der Nacht zuvor erst gar nicht ins Bett gehen. Oder großes Glück haben. Die 1.250 Karten á 450 Kronen sind heiß begehrt. Die Arrangeure hatten nach knapp einer Stunde diesmal aber noch einige freie Plätze. Die 400 Sitzplätze werden via der Homepage Byfesten i Sønderborg zum Verkauf angeboten.

Monika Petersen, Holebüll, und Eva Clausen aus Broacker wollten am Sonnabend aber nichts riskieren. Sie trafen schon am Freitagabend um 20 Uhr am Skansen ein – mit Kaffee in der Thermoskanne, mit Schlafsäcken und diversen warmen Decken. Denn auch in dieser Nacht sackte die Temperatur wieder unter null Grad. Aber damit waren sie auch die ersten, die sich am Sonnabend einen guten Platz im großen Festzelt aussuchen durften. Die Anwesenden können höchstens acht Karten kaufen.

„Ich bin seit fünf Jahren dabei und es ist eine feste Tradition. Beim Damenfrokost ist es einfach so urgemütlich“, stellt Monika Petersen mit verschlafenen Augen und etwas wuscheligem Haar fest. Um 7.45 Uhr hockt sie im Gang des Skansen noch auf ihrem Schlafsack. Die Wartenden wurden um 3 Uhr in die warme Halle gelassen. Monika Petersen hatte lediglich von 4 bis 6 Uhr geschlafen. „Ich werde mich nachher ins Bett oder auf das Sofa legen. Man ist jetzt einfach sehr müde“, gab sie lächelnd zu. Ein Feuer hatte ihnen im Freien ein wenig Wärme gespendet. Um 3 Uhr wurde den verfrorenen Wartenden in der Halle eine sehr guttuende warme Tasse Kaffee und ein Stück Wienerbrot ausgeliefert.

Morgens warteten um die 50 Frauen in der Vorhalle des Skansen auf die Eröffnung des Kartenverkaufs. Unter ihnen ein Mann. Per Rind aus Ekensund war Nummer 29. Er hatte seiner Frau Marianne versprochen, sieben Karten zu kaufen. Er war direkt von seiner Nachtschicht bei Danfoss zum Skansen gefahren. „Ich war um 5.30 Uhr hier. Ich wollte ihr helfen. Dann kann sie länger schlafen und sich um die Kinder kümmern“, erklärte der hilfsbereite Ehemann.

Die Veranstalter des großen Damenevents haben überlegt, ob die Karten nicht auf Billetnet verkauft werden sollten. „Aber uns wurde gesagt, dass diese Nacht einfach dazu gehört“, so Anders Kobberø.

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