Kommentar

Politisches Trauerspiel

Apenrade/Aabenraa Der kommunale Finanzausgleich wurde auf Eis gelegt. Sozialdemokraten, die Dänische Volkspartei und die Regierung schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter dafür zu. Es sei ein politisches Trauerspiel, dass jetzt für weitere Jahre mit einem fehlerhaften  und ungerechten Verteilungssystem weitergefahren werden müsse. Dabei gehe es um Milliarden Kronen, die jährlich in den falschen Kassen landen beziehungsweise bleiben, meint Chefredakteur Gwyn Nissen.

Loránt Vincze und Mette Bock

Leitartikel

Gelungener Kraftakt

Apenrade/Aabenraa Wer weiß, meint Chefredakteur Gwyn Nissen, vielleicht sind wir im deutsch-dänischen Grenzland auch irgendwann auf das angewiesen, was dank der Minority SafePack-Initiative jetzt erreicht werden kann: Die Anerkennung der Minderheitenrechte auf EU-Ebene. Der Erfolg der Unterschriftensammlung in Dänemark sei wichtig gewesen, weil die deutsche Minderheit so Solidarität mit Minderheiten in Europa gezeigt und sich innenpolitisch den Rücken gestärkt habe.

Diese Woche in Kopenhagen

Auf dem Weg nach Waterloo im deutsch-dänischen Grenzland verhaftet

Kopenhagen Der ehemalige katalanische Regionalpräsident sitzt nach seiner Verhaftung in Neumünster im Gefängnis. Eine Freilassung des Katalanen wäre die einzig richtige Entscheidung. Ein frei gewählter Ex-Präsident darf nicht beim überqueren der deutsch-dänischen Grenze aus politischen Gründen verhaftet werden, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen.

Leitartikel

Mehr nationale Agrarpolitik

Apenrade/Aabenraa Mit dem EU-Agrarkommissar Phil Hogan war ein sympathischer Vertreter der in immer mehr EU-Mitgliedsstaaten als abgehobene Eurokraten gescholtenen Brüsseler Chefetage in Nordschleswig zu Gast. Er verstand es nicht nur, die neuen Trends der EU-Agrarförderung darzustellen, die Bürokratie abzubauen, verstärkt Klima- und Umweltschutz zu fördern, aber auch den in vielen Ländern unter wirtschaftlicher Not leidenden Erwerbszweig als volkswirtschaftlich bedeutende Branche und Fundament der ländlichen Räume zu erhalten, meint Volker Heesch.

Leitartikel

Böser Zaun, guter Zaun

Apenrade/Aabenraa Ein 70 Kilometer langer Zaun an der deutsch-dänischen Grenze, um Wildschweine abzuhalten: Die einen jubeln und freuen sich, andere halten die Idee hingegen für wenig durchdacht und nicht durchführbar. Einen Zaun abzulehnen, nur weil es ein Zaun ist und der Zaun als solcher für Trennendes und Abgrenzendes steht und sich Rechtsnationale vorfreudig die Hände reiben, kann kein Grund sein, gegen einen Zaun zu sein, wenn er die dänischen Schweinebauern vor einer Katastrophe bewahrt, meint Sara Wasmund.

Leitartikel

Eine Brücke bindet die Region zusammen

Apenrade/Aabenraa Die Alsen-Fünen-Brücke würde 75 Kilometer zwischen Odense und Sonderburg bzw. 50 Minuten von der Fahrzeit abschneiden und außerdem für Entlastung auf der arg belasteten A20 über Fünen sowie auf der nordschleswigschen Autobahn sorgen. Neben den Vorteilen im Verkehr würden sich vor allem auf dem Arbeitsmarkt auf einen Schlag ganz neue Perspektiven für Unternehmer und Arbeitgeber auf Fünen und in Nordschleswig öffnen, meint Chefredakteur Gwyn Nissen.

Leitartikel

Die und wir

Apenrade/Aabenraa Der herablassende Frederiksen-Kommentar an Hanna Mohammed Hassan ist als bedauernswertes Signal an alle zu betrachten, die für wirkliche Meinungsfreiheit, nämlich den Respekt vor der Meinungsvielfalt, eintreten. Das Gefühl, sich in Dänemark lieber öffentlich zurückzuhalten, aus Angst, auf seine Herkunft reduziert, für nicht dänisch genug befunden, kurz, diskriminiert zu werden, ist in der deutschen Minderheit kein unbekanntes Gefühl, meint Cornelius von Tiedemann.

Leitartikel

Transparentes Dänemark

Apenrade/Aabenraa Die Tibetkommission konnte ihre Arbeit nicht vollständig machen, weil E-Mail-Konten von vier höheren Beamten gelöscht wurden. Was bleibt, ist der Verdacht, dass die Dinge bei der Polizei anders gelaufen sind, als  aus dem 300-seitigen  Sonderbericht hervorgeht. Die Politik muss jetzt nachbessern, sonst besteht die Gefahr eines Staates im Staat, und was wir brauchen ist ein transparentes Dänemark, denn das ist schließlich die Grundlage unserer Vertrauensgesellschaft, meint Gwyn Nissen.

Leitartikel

Kein Weltuntergang

Apenrade/Aabenraa Eine Reihe von Behörden, die dem ganzen Land dienen und nicht geographisch an die Hauptstadt gebunden sind, wurden in den vergangenen Jahren ausgewählt und müssen nun in die Provinz ziehen. Natürlich sind die betroffenen Mitarbeiter unzufrieden. Doch es ist kein Weltuntergang, sondern eine sinnhafte Maßnahme in den Bestrebungen, in Dänemark für eine balancierte Entwicklung zwischen Hauptstadt und Provinz zu sorgen, meint Chefredakteur Gwyn Nissen.

Diese Woche in Kopenhagen

Von Kopenhagen nach Brüssel: Nicht mehr so einsam – und doch ziemlich allein

Kopenhagen/Brüssel Europa braucht nach dem Brexit mehr Geld, weil man gemeinsam mehr erreichen will. Da wird der Mehrheit der Kollegen die Einsamkeit des dänischen Regierungschefs vermutlich nicht so arg zusetzen. Eine Aufstockung des Mitgliedsbeitrages erscheint derzeit das realistischste Szenario, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen.

Diese Woche in Kopenhagen

Prinz Henrik: Von Idiosynkrasien und Singularitäten

Kopenhagen Ein neues Phänomen, dass sich in den letzten Jahren immer mehr in der Gesellschaft zeigt, ist die Singularität, das Streben des Einzelnen einzigartig zu sein. Dies wird vor allem auch am Tode von Prinz Henrik deutlich, der von der in vieler Augen peinlichen Persönlichkeit nach seinem Tod zu einem bewunderten Freigeist wurde, sagt Jan Diedrichsen, Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark.

Leitartikel

Perspektivlose Politik

Apenrade/Aabenraa Im vermeintlichen Fahrradland Dänemark hat der Anteil des Autoverkehrs in den vergangenen Jahren zugenommen. Während aus dem Regierungslager Transportminister Ole Birk Olesen (LA) zum Schluss kommt, die Bürger bestimmten eben selbst, welche Verkehrsmittel sie nutzen wollten, erinnert die Opposition daran, dass seit 2009 durchweg der Autoverkehr einseitig finanziell entlastet worden ist. Doch es dürfte nach wie vor klar sein, dass Herausforderungen des Klimaschutzes auch in Dänemark eine „Verkehrswende “ erforderlich machen, meint Volker Heesch.

Leitartikel

Vom Tiger zum Bettvorleger

Apenrade/Aabenraa Lange haben Løkke und co. in Dänemark Stimmung gegen die Menschenrechte gemacht. Gar von einer„Abrechnung“ war die Rede, sobald Dänemark den Vorsitz im Europarat habe. Doch nun, wo es soweit ist, ist die Rhetorik deutlich milder geworden. Es sei zu vermuten, dass Venstre, Sozialdemokraten, Konservative und andere Parteien der Mitte ihr Heil nur darin sehen, nach innen mit nationalistischem Getöse beim Wähler zu punkten. Schade, dass sich der Staatsminister nicht getraut hat, ein vernünftiges Reformpapier, das nun entstanden ist, auch anständig zu kommunizieren, meint Cornelius von Tiedemann.

Leitartikel

Von historisch groß zu hysterisch klein

Apenrade/Aabenraa Die Steuererleichterungen für Spitzenverdiener sind vom Tisch – nicht so sehr weil die Liberale Allianz es so wollte, sondern weil die Dänische Volkspartei (DF) der Regierung nur einen ganz kleinen Spalt zu den Verhandlungen öffnete und eine minimale Absprache ermöglichte. DF mag die Liberale Allianz daran gehindert haben, Spitzenverdiener zu bedienen, hat es aber selbst versäumt, die eigenen Wähler und Geringverdiener zu versorgen, meint Chefredakteur Gwyn Nissen.

Leitartikel

Die armen Kopenhagener

Apenrade/Aabenraa Ja, sagt Chefredakteur Gwyn Nissen, ein neuer und fairer Finanzausgleich innerhalb Dänemarks muss her. Doch der dürfe nicht zu Lasten der Kommunen zum Beispiel in Nordschleswig gehen. Im Gegenteil. Denn hier, wo nicht von der Nachbarschaft zu Kopenhagen profitiert wird, seien jahrelang wegen Fehlern im System Gelder nicht geflossen, die eigentlich hätten fließen müssen – von den Steuereinnahmen der Grenzland-Pendler, die auf das ganze Land verteilt werden, ganz zu schweigen.

Diese Woche in Kopenhagen

Mehr Einfluss nach Kopenhagen: Lasst uns Aufgaben aus Brüssel zurückholen

Kopenhagen Die EU-Kommission macht sich immer mehr dafür stark, Aufgaben, die derzeit von Brüssel wahrgenommen werden, wieder zurück in die Mitgliedsstaaten zu verlagern. Trotzdem ist von genauen Forderungen der EU-Skeptiker noch nichts zu hören, wundert sich Jan Diedrichsen, Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark. Er fordert eine Diskussion zu beginnen, welche Aufgaben und damit verbundene Kosten zukünftig in den Hauptstädten wahrzunehmen sind.

Leitartikel

Jetzt wird es persönlich – und vor allem ernst

Apenrade/Aabenraa Die Rechte der Minderheiten Europas sind in der EU bisher nicht verankert – sondern gelten als Ländersache. Doch kaum einer Minderheit geht es so gut wie den Deutschen in Nordschleswig. Deshalb fordert Nordschleswiger-Chefredakteur Gwyn Nissen alle Leser auf, die „Minority SafePack Initiative“ zu unterstützen. „Es ist eine riesige Aufgabe, die nur ein Erfolg wird, wenn jeder von uns ein Stück Verantwortung übernimmt“, sagt er.

Diese Woche in Kopenhagen

Die Landwirtschaft muss zittern: Subventionen werden neu verhandelt

Kopenhagen EU-Agrarkommissar Phil Hogan wirbt derzeit in Brüssel dafür, dass die gemeinsame Agrarpolitik künftig in größerer Verantwortung der Mitgliedstaaten geschehen solle. Es wird interessant zu verfolgen, wie die Regierung von Lars Løkke Rasmussen in Brüssel auf diese geforderte Neuausrichtung reagiert. Etwaige Kürzungen und Verlagerungen, weg von den Direktsubventionen, müsste Lars Løkke Rasmussen den Landwirte in Dänemark noch erklären, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen.

Leitartikel

Zweisprachige Politik

Apenrade/Aabenraa Die Schleswigsche Partei setzt bei Plakaten, Wahlsprüchen und Leserbriefen verstärkt auf die dänische Sprache und den nordschleswigschen Dialekt. Aber sie darf auch ihre Wurzeln, die Wähler der Minderheit, nicht vergessen. Anzeigen im Nordschleswiger oder eine W!R-Beilage allein reichen nicht aus. Es muss auch ein Gefühl rüberkommen, dass  die Kandidaten für „mich“ da sind, dass auch jeder in der Minderheit sich angesprochen fühlt. Ein mühsames, aber notwendiges politisches Handwerk, meint Chefredakteur Gwyn Nissen.

DIESE WOCHE IN KOPENHAGEN

Trouble im Paradies: Die reichen Betrüger gehören an den Pranger

Kopenhagen Die „Paradise Papers“ belegen erneut, wie Reiche und internationale Firmen Steuern hinterziehen. Es kann nicht angehen, dass es eine „Schattenwelt der Superreichen“ gibt, die sich eines organisierten Systems des Betruges bedient. Dänemark muss sich auch in der EU dafür einsetzen, dass diese Schlupflöcher geschlossen und Täter bestraft werden, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen.

Diese Woche in Kopenhagen

Zukunft der Menschenrechte – Dänemark an der Spitze des Europarates

Kopenhagen Wer hätte das gedacht: Die Menschenrechte geraten weltweit ins Wanken – und Dänemark rüttelt mit. Dabei sind es gerade die Menschenrechte, die Menschen von der Flucht vor Armut oder Verfolgung abhalten können, sagt Jan Diedrichsen, Leiter des Sekretariats der Deutschen Volksgruppe in Kopenhagen und Leiter der Vertretung des Schleswig-Holsteinischen Landtages bei der Europäischen Union in Brüssel.

DIESE WOCHE IN KOPENHAGEN

Russland militärisch die Stirn bieten – oder Liebesgrüße nach Moskau?

Kopenhagen Dänemark setzt derzeit auf ein aggressives Auftreten gegen Russland. Doch eine Aufrüstung biete keine Lösung - Dänemark solle neben der Milliarden-Steigerung des Militärhaushaltes, wieder in die Fähigkeiten investieren, in denen man früher absolute Weltklasse war: Entwicklungshilfe und Krisenprävention und Demokratieaufbau, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen.

Leitartikel

Von Apenrade bis Katalonien

Apenrade/Aabenraa In der Folketings-Debatte war aus dem Munde von Lars Løkke, der fast eine Kommunalwahlkampf-Rede hielt, auch der Name Apenrade zukunftsträchtig zu hören, doch viel mehr wurde ein ganz anderer Ort, eine Region fernab von Dänemark diskutiert: Katalonien. Allerdings, der Staatsminister pochte auf das souveräne Recht der Nicht-Einmischung von außen und war auch nicht bereit, das spanische Vorgehen in Katalonien zu kritisieren. Wissend, dass Pandoras Büchse auch im Nordatlantik unterwegs ist, meint Siegfried Matlok.

Diese Woche in Kopenhagen

Kiel und Kopenhagen glänzen – Erbil und Barcelona zittern

Kopenhagen Während sich im Grenzland zufriedene Minderheiten-Idylle breit macht, ist die Frage des Zusammenlebens der verschiedenen Nationen, Volksgruppen und Minderheiten ein Thema das derzeit in Europa und weltweit für erheblichen Sprengstoff sorgt, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen. Ihm zufolge ist es an der Zeit sich darüber Gedanken zu machen, wie man den Regionen und den Minderheiten eine Perspektive bieten kann, wenn es um die Zukunft Europas geht.

Diese Woche in Kopenhagen

Rot-Blaue Balzrufe – kein Platz für humanistische Nebenbuhler

Kopenhagen Die Parteitagsrede der sozialdemokratischen Parteichefin, Mette Frederiksen,hätte auch das Herz eines jeden DF-Mitgliedes erwärmt, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen. Der politische Kurs frederiksens ist ihm zufolge klar: Das Staatsministerium wird mit innenpolitischen Themen gewonnen - gemeinsam Hand in Hand mit der Dänischen Volkspartei.

Diese Woche in Kopenhagen

Parallele Wirklichkeiten – Minderheitenpolitik unter Anklage

Kopenhagen Rumänien wehrt sich mit einer Klage gegen die Minority Safepack Initiative der FUEN. Auch aus Ungarn könnte eine ähnliche Klage drohen. Der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen, appelliert an die politischen Kanäle in Berlin und Kopenhagen, sich mit den Politikern in Bukarest auszutauschen, damit die Weiterentwicklung der Minderheitenpolitik in Europa nicht ausgebremst wird.

Diese Woche in Kopenhagen

Gefühlte Sicherheit

Kopenhagen Dänemark ist statistisch gesehen so sicher wie nie zuvor. Trotzdem wird die Forderung laut, dass Soldaten Polizeiaufgaben übernehmen sollen. Leider sei Dänemark mit Siebenmeilenstiefel auf dem Weg zu einer Misstrauensgesellschaft. Mit Diskussionen über Soldaten, die in den Fußgängerzonen patrouillieren, beschleunigen wir eine gesellschaftliche Entwicklung, die zerstöre, was Dänemark in Jahrzehnten aufgebaut habe, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen. 

Diese Woche in Kopenhagen

Begeistert aus der Krise

Kopenhagen Entgegen jeder Vermutung zeigen EU-Statistiken, dass die Dänen der EU positiver eingestellt sind als viele andere Bevölkerungen in Europa. Dass die großen Aufgaben in Brüssel in guten Händen sind, scheint die Dänen zu überzeugen. Sie überlassen die Innenpolitik den Politikern auf Christiansborg – die große Politik wird in Brüssel gemacht. Doch ein wenig mehr EU-Engagement der dänischen Politik wäre wünschenswert, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit in Dänemark, Jan Diedrichsen.

Leitartikel

(Vor-)Geschichte zum 1:1

Apenrade/Aabenraa Im Juni 1992 stimmten die dänischen Spieler überglücklich – aber wohl auch unter etwas Alkoholeinfluss stehend das Schlachtlied an: „Deutschland, Deutschland – alles ist vorbei.“ 25 Jahre nach dem Triumph in Göteborg hat sich auch im deutsch-dänischen Verhältnis so vieles entscheidend verändert – und erfreulicherweise nicht nur auf dem Rasen, wo der Fußball-Weltmeister in Brøndby trotz einer B-Elf herzlich empfangen wurde, meint Siegfried Matlok.

Diese Woche in Kopenhagen

Steuern – Støjberg – Sommerferien

Kopenhagen Sozialdemokraten und Dänische Volkspartei gehen gemeinsam zum Angriff auf die Regierungspartei Venstre über. Zudem steht Integrationsministerin Inger Støjberg unter Beschuss. Lars Løkke Rasmussen hat es derzeit wahrlich nicht einfach, meint Jan Diedrichsen, der Leiter des Kopenhagener Sekretariats der deutschen Minderheit: Keine politische Initiative sei in Sicht, die ihm dabei helfen könnte, den Eindruck zu zerstreuen, er habe kein politisches Projekt oder Plan für Dänemark.

Diese Woche in Kopenhagen

Grenzkontrolle aufheben – aber wie lösen wir die Probleme?

Kopenhagen Die Grenzkontrollen sollen laut EU-Kommission Schritt für Schritt aufgehoben werden. Natürlich handelt es sich bei der aktuellen Grenzkontrolle um sogenannte Symbolpolitik, meint der Leiter des Kopenhagener Sekretariates der deutschen Minderheit, Jan Diedrichsen. Dennoch bleibe ein Problem: Wir haben keine Lösung, wie zukünftig mit steigender Einwanderung und weltweiten Flüchtlingsbewegungen umgegangen werden soll.