Umzug

Ein Leuchtturm ist angekommen

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14,45 Uhr: Umzug geglückt. Maurer Kjeld Pedersen und sein Team haben es geschafft. Nach 4,5 Stunden steht der Leuchtturm „Rubjerg Knude Fyr“ da wo er soll, nämlich 70 Meter landeinwärts.

Der Umzug des Leuchtturms „Rubjerg Knude Fyr“ im Norden Dänemarks ist ein mediales Ereignis – und ein touristisches. Und schon nach 4,5 Stunden beendet.

Am Dienstag zog der Leuchtturm „Rubjerg Knude Fyr“ um, er wurde um 70 Meter landeinwärts verlegt, damit er nicht von der Klippe ins Meer stürzt. Am frühen Nachmittag um 14.45 Uhr ist die Aktion beendet, sie dauerte nur 4,5 Stunden – veranschlagt waren zehn Stunden.

„Rubjerg Knude Fyr“ zieht um, und viele schauen zu.

Die Kommune ging vor dem Umzug von 25.000 Schaulustigen aus, laut der Zeitung „Nordjyske” waren es rund 8.000; ein Verkehrschaos blieb aus. Um 9 Uhr begann der Umzug. Um 10 Uhr sei die kritische Phase des Umzugs bewältigt gewesen, so Thomas Lomholt, Projektleiter der Kommune Hjørring zu „Nordjyske“.

Der Leuchtturm „Rubjerg Knude Fyr“ zog mithilfe von „Rollschuhen" und Metallschienen um. Das Foto wurde aufgenommen, als etwa die Hälfte des Weges geschafft war. Das 23 Meter hohe und 120 Jahre alte Seezeichen hatte bereits nach 4,5 Stunden die gewünschten 70 Meter zurückgelegt.

Als „Rubjerg Knude Fyr“ im Jahr 1899 gebaut wurde, lag er 200 Meter von der Küstenlinie entfernt. Das Meer nagt an der Küste und frisst sich zwei bis vier Meter im Jahr ins Land. Am Ende stand der Leuchtturm nur noch 15 bis 20 Meter von der Steilküste entfernt. Nach Einschätzung von Experten hat der 700 Tonnen schwere Leuchtturm 40 Jahre hinzugewonnen, bis das Meer wieder an die Turmtür klopft.

Aktualisiert um 14.50 Uhr