Blockübergreifend

Konservative wollen Klimaziel der Regierung unterstützen

Konservative wollen Klimaziel der Regierung unterstützen

Konservative wollen Klimaziel der Regierung unterstützen

Ritzau/dodo
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Die Konservativen wollen dem roten Block die Hand reichen. Foto: Jonas Olufson/ Ritzau Scanpix

Der Vorsitzende Søren Pape Poulsen kündigt an, für das 70-Prozent-Ziel zu stimmen – stellt aber auch Bedingungen,

Der Vorsitzende der Konservativen, Søren Pape Poulsen, ist bereit, dem roten Block die Hand zu reichen und das Klimaziel der Regierung – die CO2-Emission bis 2030 um 70 Prozent zu senken – zu unterstützen. Das sagte er am Dienstag der Zeitung „Børsen“. Er knüpft seine Unterstützung allerdings an die Bedingung, dass die Regierung sicherstellen müsse, durch die grüne Umstellung keine Arbeitsplätze oder wirtschaftliches Wachstum einzubüßen.

„Es gibt zwei Gründe dafür, dass wir das 70-Prozent-Ziel unterstützen. Zum einen haben wir alle die Verantwortung, gegen die große Herausforderung zu kämpfen, vor der unsere Generation steht. Zum anderen hat uns nicht zuletzt der Bericht der dänischen Industrie gezeigt, dass wir das Ziel erreichen können, ohne dass es uns persönliche Freiheit, höhere Steuern oder Wachstum kostet. Sprich, wir können beides machen, unsere Arbeitsplätze und unsere Wirtschaft stärken und etwas Gutes für unser Klima tun“, so Pape Poulsen zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Handbremse erforderlich

Die sozialdemokratische Regierung hatte im Juni gemeinsam mit den Radikalen, der Sozialistischen Volkspartei und der Einheitsliste das Ziel ausgerufen, den CO2-Ausstoß bis 2030 um 70 Prozent im Vergleich zum Wert von 1990 zu reduzieren.

Mit der Unterstützung der Konservativen könne eine noch bessere Mehrheit, die über die Mitte hinausgehe, geschaffen werden, sagte der Vorsitzende der Konservativen.

„Wir werden mit am Verhandlungstisch sitzen und für die 70 Prozent stimmen. Wir brauchen aber auch eine Handbremse, die wir ziehen können, wenn die Pläne anfangen, Arbeitsplätze und Wachstum zu kosten“, so Pape Poulsen.

Mehr lesen

Leserbrief

Martin Christiansen
„Nachruf auf den Tod von Gerhard Rossen“