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Mehr Mittel für deutsche Minderheiten in Osteuropa

Mehr Mittel für deutsche Minderheiten in Osteuropa

Mehr Mittel für deutsche Minderheiten in Osteuropa

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Berlin
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Bernd Fabritius, der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Foto: Karin Riggelsen

Nicht nur die deutsche Minderheit in Dänemark ist im Bundeshaushalt für 2020 besonders berücksichtigt worden. Der Minderheitenbeauftragte der Bundesregierung kann auch den Deutschen in Polen und Rumänien zusätzliche Mittel zusagen.

Für die deutschen Minderheiten in Polen und Rumänien ist im Bundeshaushalt 2020 deutlich mehr Geld als bisher vorgesehen. Das geht aus dem endgültigen Entwurf hervor, der kürzlich, wie berichtet, vom Haushaltsausschuss des Bundestages vorgelegt wurde. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass die deutsche Minderheit in Nordschleswig zusätzliche Mittel für den Bau des Deutschen Museums in Sonderburg erhalten würde.

Um 3,8 Millionen Euro steigen die Zuwendungen gegenüber dem Vorjahr. Laut dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Bernd Fabritius (CSU), sollen aus dieser Mittelerhöhung in Polen Renovierungen und der Umbau von bestehenden Schulgebäuden, die sich in der Trägerschaft von Vereinen der deutschen Minderheit befinden, sowie die Gründung von Vereinsschulen mit 1 Million Euro gefördert werden.

Außerschulische Sprachprojekte der deutschen Minderheit in Polen werden mit 576.000 Euro und Bildungsprojekte mit 500.000 Euro unterstützt. Umbau, Renovierung und Ausstattung des Dokumentations- und Ausstellungszentrums der deutschen Minderheit in Polen werden mit 800.000 Euro finanziert. Das Forschungszentrum der deutschen Minderheit in Polen erhält 250.000 Euro Förderung.

Geld für Kant-Dekade und soziale Zwecke

Zugunsten der deutschen Minderheit in Rumänien werden aufgrund der gestiegenen Personalkosten die Mittel für die dortigen Alters- und Pflegeheime der deutschen Minderheit um 270.000 Euro angehoben, heißt es in einer Pressemitteilung des Minderheiten-Beauftragten.

Des Weiteren wurde die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen mit einer Förderung von 2,5 Millionen Euro über die nächsten fünf Jahre ausgestattet. „Zur Bewahrung deutschen Kulturgutes“ werden zudem für Schloss Steinort, dem vormaligen Familiensitz der am Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 beteiligten Familie von Lehndorff, 500.000 Euro zur baulichen Sicherung bereitgestellt.

Im Hinblick auf die Kant-Dekade und den 300. Geburtstag des Königsberger Philosophen Immanuel Kant am 22. April 2024 erhält das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneburg 178.000 Euro für die wissenschaftliche Erstellung der geplanten Kant-Ausstellung sowie 280.000 Euro zum Erhalt bedeutsamer Kulturgüter.

Beauftragter Fabritius: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, insbesondere die Förderung der deutschen Minderheiten und der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen signifikant anzuheben. Die gute und wichtige Arbeit vor Ort wird hierdurch honoriert. Ich danke allen an diesem Erfolg Beteiligten für ihre Unterstützung.“

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