Tour de France 2021

Bürgermeister baut auf Einfallsreichtum der Bürger

Bürgermeister baut auf Einfallsreichtum der Bürger

Bürgermeister baut auf Einfallsreichtum der Bürger

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin - Apenrade
Apenrade/Aabenraa
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Das Beispiel des Maschinenherstellers Joskin aus dem belgischen Soumagne zeigt, wie mit etwas Kreativität Aufmerksamkeit geschaffen werden kann. Aus Landmaschinen wurde ein Radfahrer in Rennposition auf das Feld gezaubert – und natürlich drehten sich die Räder bzw. fuhren die Traktoren, als die Helikopter-Kamera das Motiv einfing. Foto: Fa. Joskin

Die dritte Etappe des größten Radrennens der Welt führt 2021 durch die Kommune Apenrade. Das Stadtoberhaupt fordert Vereins- und Geschäftswelt auf, dieses Ereignis dazu zu nutzen, Werbung für die gesamte Kommune zu machen.

Wenn im Rahmen der Tour-de-France-Übertragung die Regie auf die Helikopter-Kamera schaltet, dann sind außer dem Teilnehmerfeld nicht nur wunderschöne Landschaften, sondern auch kreative Einfälle von Bewohnern oder Branchenorganisationen zu sehen, die auf sich und ihre Region aufmerksam machen. Das wünscht sich Apenrades Bürgermeister Thomas Andresen (Venstre) auch für 2021.

Die dritte Etappe des größten Radrennens der Welt endet 2021 bekanntlich in der Kommune Sonderburg. Auch wenn die Route noch nicht ganz feststeht, so ist es aber gewiss, dass das Teilnehmerfeld durch die Kommune Apenrade kommen wird. Bürgermeister Andresen sieht dies als einzigartige Gelegenheit, der Welt die Vorzüge der Kommune zu zeigen. Er baut dabei auf den Einfallsreichtum der Bürger.

Boote auf der Förde

Er ist sich ganz sicher, dass die Helikopter-Kamera einen Schwenk über die Apenrader Förde machen wird. „Ich werde deshalb schon jetzt Kontakt zum hiesigen Segelclub aufnehmen, denn natürlich müssen an diesem Tag Boote auf der Förde sein“, findet Andresen. Überhaupt sollten sich die Einwohner, Vereine und auch die hiesige Geschäftswelt schon jetzt anfangen zu überlegen, was 2021 auf die Beine gestellt werden kann.

„Wir werden uns auf jeden Fall schon etwas für den Grünstreifen vor dem Rathaus überlegen“, kündigt er an. Die eine oder andere Krone wird die Kommune anlässlich dieses Sportereignisses sicherlich in die Hand nehmen.

Keine horrenden Kosten für Parcours-Kommunen

Es freue ihn aber ungemein, dass es sich nur um Gerüchte handele, als es vor einiger Zeit hieß, dass auf die Kommunen, durch die der Tross fährt, sogenannte Parcours-Kommunen, horrende Kosten zukommen würden.

„Wir müssen zwar Mannschaft und Ausrüstung für Streckensperrungen und Ähnlichem zur Verfügung stellen, aber das sollte nun wirklich auch kein Problem darstellen“, ist Bürgermeister Andresen überzeugt. Er baut in diesem Zusammenhang auch auf die praktische Unterstützung der hiesigen (Rad-)Sportvereine.

Vielen Betten werden benötigt

Der Bürgermeister ist überzeugt, dass die Tatsache, dass die Nachbarkommune Sonderburg dieses Radsportereignis zu sich geholt hat, auch Geld in die Kommune Apenrade spülen wird. „Die Tour de France wird allein von einem Tross von rund 2.000 Medienleuten begleitet. Die müssen ja irgendwo untergebracht werden. Ich denke unsere Hotels und Campingplätze werden ganz gewiss auch ihren Anteil abbekommen“, zeigt sich Thomas Andresen überzeugt.

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