Danfoss

Globaler Erfolg – lokale Jobs

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Norburg/Nordborg
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Kim Fausing Foto: Michael Drost-Hansen/ Ritzau Scanpix

Der Danfoss-Konzern aus Norburg in Nordschleswig hat im Jahr 2018 besonders an den wichtigen Märkten in Europa, China und den USA zugelegt. Das zeigt die nun veröffentlichte Jahresbilanz. Der Nordschleswiger hat bei Direktor Kim Fausing nachgefragt, ob und wie sich der globale Erfolg auf die Standorte in Nordschleswig auswirkt.

Euer Umsatz ist um fünf Prozent gewachsen. Vor allem in den USA und China konntet ihr Marktanteile hinzugewinnen. Danfoss macht als globaler Konzern Gewinne – verlieren die Standorte in Nordschleswig dadurch an Bedeutung?

Nein. Im Gegenteil. Der weltweite Erfolg wirkt sich auch positiv auf Dänemark und auch auf Nordschleswig aus. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren massiv investiert. Nicht nur mit Unternehmensaufkäufen, sondern auch in neue Technologie. Und das spiegelt sich auch in den Arbeitsplatzzahlen nieder. In Dänemark hatten wir Ende 2018 5.700 Mitarbeiter – das waren 300 mehr als im Jahr zuvor.

Was für Arbeitsplätze sind das – und wo liegen sie? Ihr habt ja seit einiger Zeit auch ein Büro in Kopenhagen.

Die meisten davon befinden sich an unseren Standorten in der Kommune Sonderburg, aber auch in Flensburg bei Silicon Power. Wir haben zwar auch ein sogenanntes Sattelitenbüro in Kopenhagen, mit dem wir die Arbeitskräfte an uns binden, die zwar gerne für Danfoss arbeiten wollen aber aus bestimmten Gründen nicht nach Nordschleswig ziehen können. Aber das sind nur wenige Mitarbeiter.

Du sagst mit Blick auf die gute Jahresbilanz 2018, dass Danfoss bei den globalen Trends mit intelligenten und nachhaltigen Lösungen gut mitmischen kann. Ihr setzt also in hohem Maße auf klimafreundliche Technologie. Was bedeutet diese Entwicklung für die Produktions- und Entwicklungs-Standorte in Nordschleswig?

Diese Entwicklung wird auch hier im Landesteil zu Aufschwung führen. Hier in der Region sitzen ja unter anderem unsere Entwickler, unsere Softwarespezialisten, die Software-Architekten.

Wie schwer ist es derzeit, diese hoch qualifizierten Arbeitskräfte in ein ländliches Gebiet nach Nordschleswig zu holen?

Es ist derzeit ok. Natürlich stehen wir immerfort vor einer gewissen Herausforderung, aber wir haben gute Wege beschritten. In Sonderburg bilden wir uns mit dem Center für Softwareinnovation quasi selbst Nachwuchs aus.

Apropos Anbindung an die Welt – hat die Autobahn Klipleff-Sonderburg etwas gebracht?

Oh ja, das hatte einen enormen Effekt, den man gar nicht genug schätzen kann. Ob für unsere Mitarbeiter oder die Warentransporte – die Autobahn war aus unserer Sicht jede einzelne Krone wert und wird sehr gut genutzt. Davon profitieren wir ganz enorm.

Euer Standort in Norburg befindet sich in der Kommune Sonderburg, die bekanntlich eine CO2-Neutralität bis 2029 anstrebt und in Sachen Klimaschutz weltweit eine Vorreiterkommune ist. Wie sehr profitiert Danfoss davon?

Es ist ein großer Vorteil, da wir auf diese Weise quasi vor Ort in einer Art Live-Laboratorium unsere Lösungen ausprobieren und weiterentwickeln können. Das erfordert eine enge Zusammenarbeit. Aber so kann die Welt sehen, dass eine CO2-Neutralität möglich ist. Die Kommune ist für uns ein sehr gutes Aushängeschild, ein großer Testbereich.

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