Nie mehr frieren

So rüstest du deine Heizung jetzt richtig für den Winter

So rüstest du deine Heizung jetzt richtig für den Winter

So rüstest du deine Heizung jetzt richtig für den Winter

Thomas Deterding/shz.de
Berlin
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: dpa

Wer es nicht riskieren will, im Winter zu frieren, der sollte rechtzeitig seine Heizung überprüfen.

Langsam aber sicher wird es draußen kühler, die Sehnsucht nach dem mollig-warmen Zuhause wächst nicht zuletzt angesichts zunehmend regnerischer und windiger Herbsttage. Wer jetzt ab und an die Heizung anstellt, sollte sich aber vorab um seine Heizkörper kümmern. Denn nur dann wird es drinnen auch wirklich warm. Folgende Tipps sollten Sie vor dem Winter beachten.

1. Wenn möglich: Heizung vom Fachmann prüfen lassen

Das Institut für Wärme und Mobilität rät: Heizkörper sollten regelmäßig gewartet werden, insbesondere vor Beginn der kalten Jahreszeit. Ist dies in der Vergangenheit nicht erfolgt, sollte man seine Heizung von einem Fachmann durchchecken lassen, bevor man sie nach dem Sommer wieder anstellt. Im schlimmsten Fall droht ansonsten ein plötzlicher Heizungsausfall im Winter.

2. Verschleißteile rechtzeitig austauschen

Im Rahmen eines Wartungstermins können idealerweise auch gleich die komplette Anlage überprüft und bei Bedarf Verschleißteile ausgetauscht werden. Sinnvoll sind beispielsweise die Sichtung und ggf. Reinigung des Heizkessels, ein grundlegender Check der Brennerdüsen, die Einstellung der Thermostatventile oder auch die Überprüfung der Heizungspumpe.

Der Fachmann sollte zudem mit Hilfe eines speziellen Messgerätes die Einstellungen des Brenners kontrollieren – das ermöglicht im Winter einen effizienten und damit kostengünstigen und emissionsarmen Betrieb der Heizung. Grundsätzlich raten Experten: Nach rund 20 Jahren Betrieb sollte man auf den Prüfstand stellen, ob die Heizung ausgetauscht werden muss.

3. Wasserdruck überprüfen

Der Druck lässt sich am Manometer der Heizungsanlage ablesen. Ist er zu gering, deutet das auf einen Wasserverlust hin. Die Konsequenz: Einige Heizkörper im Haus oder in der Wohnung bleiben dann kalt, zu wenig warmes Wasser kommt an. Zudem kann es durch den Unterdruck, der Luft ins System zieht, zu langfristigen Korrosionsschäden führen. Ein Wasserverlust von bis zu einem halbem Liter gilt als normal – liegt er deutlich über diesem Wert, sollte ein Fachmann die Ursache ermitteln.

4. Heizkörper richtig entlüften

Vor dem ersten Heizen sollte man seine Heizkörper entlüften. Sonst kann es den ganzen Winter über nervige Gluckergeräusche geben. Und eine nicht entlüftete Heizung kann nicht nur Nerven kosten: Ist Luft im System, wird mehr Energie benötigt, um ein Zimmer zu heizen. Und das kostet laut Bundesverband der Verbraucherzentrale bares Geld. Folgende Schritte sollten Sie beachten:

  • Zum Entlüften braucht man einen speziellen Entlüfterschlüssel für das Ventil am Heizkörper. Alternativ können – je nach Heizkörper – auch eine Zange oder ein Schraubenzieher genutzt werden.
  • Stellen Sie einen kleinen Auffangbehälter unter das Ventil oder legen Sie ein Handtuch oder einen Lappen auf dem Boden aus. Drehen Sie die Heizung voll auf, so dass sie warm wird.
  • Öffnen Sie dann mit dem Entlüfterschlüssel das Entlüftungsventil, bis alle Luft entwichen ist und nur noch heißes Wasser herauskommt.
  • Anschließend das Ventil wieder fest verschließen und die Heizung wieder runterdrehen.

Übrigens: Erstreckt sich die Wohnung über mehrere Etagen, beginnt man am besten mit den Heizkörpern im Untergeschoss und arbeitet sich dann nach oben. In einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung sollte vor dem Entlüften Rücksprache mit dem Hausmeister oder der Hausverwaltung gehalten werden.

Mehr lesen