SMZ 2018 – Papier vs. Laptop

Old School versus neue Schule

Old School versus neue Schule

Old School versus neue Schule

Luca Rose Andresen, Jonathan Hoth, Simon Søndergaard Munir Godau
Nordschleswig
Zuletzt aktualisiert um:
Marie Allkemper und Anna-Lisa Paysen wünschen sich mehr Unterricht an den Laptops – es sollte aber freiwillig bleiben. Foto: Magnus Oriwohl/Rudolf Matthias Sender

Ob in der Schule oder auf dem Arbeitsmarkt, es geht einfach nicht mehr ohne Laptop. Auch wenn das dänische Unterrichtsministerium sich das Ziel gesetzt hat, elektronische Geräte in jedes Unterrichtsfach zu integrieren, gibt es doch noch genügend Lehrer, die Papier bevorzugen. Was wird bevorzugt?

Die Neigung dazu, sich von dem LAPTOP ablenken zu lassen, spricht deutlich für das PAPIER

  Schüler am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig in Apenrade dürfen laut Umfrage durchschnittlich vier bis sechs  Stunden am Tag ihre Laptops in der Schulzeit benutzen. Die Umfrage machten Schüler der 2a am DGN. Dabei zeigte sich, dass die Lehrer der Idee nicht abgeneigt  sind, mit Laptops zu arbeiten. Trotzdem gibt es auch noch viele Lehrer – und überraschenderweise auch Schüler –, die lieber mit Papier arbeiten. Die Neigung dazu, sich vom Laptop ablenken zu lassen, spricht deutlich für das Papier.

„Beide Medien sind wichtig und gut“, sagt Anna-Sophie Lorenzen von der 2g am DGN. „Der Laptop neigt jedoch dazu, die Schüler sehr doll abzulenken, sodass das Unterrichtspotenzial nicht komplett ausgeschöpft wird. Es ist jedoch wichtig, dass sowohl Lehrer als auch Schüler den Umgang mit dem Laptop lernen.“ Einige Schüler wünschen sich, dass Lehrer enthusiastischer in Bezug auf die Digitalisierung werden und dass ihnen das Arbeiten mit dem Laptop, und somit auch die damit kommenden Möglichkeiten, in Zukunft öfter erlaubt wird. So unter anderem auch Anna-Lisa Paysen und Marie Allkemper vom DGN. „Die Laptops sollten unserer Meinung nach noch mehr in den Unterricht einbezogen werden, da man allgemein schneller arbeiten kann. Jedoch sollte jeder individuell entscheiden können, ob er mit dem Laptop arbeiten möchte oder doch lieber auf Papier schreibt. Es geht darum, dass jeder individuell, also so wie es für ihn am besten ist, lernen sollte.“

Gut aufgestellt

Jens Mittag, Schulleiter des DGN, wünscht sich, dass das Gymnasium wieder  das Angebot einführt, dass jeder Schüler einen Schulcomputer erhält – dies sei jedoch aus finanziellen Gründen nicht mehr machbar. „Trotzdem ist unsere Schule gut aufgestellt, und wir legen Wert darauf, dass wir uns mit der Entwicklung bewegen. Unser schulinternes Kommunikationsforum „Lectio“ hat das allgemeine Schulleben vereinfacht. Die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern ist wesentlich einfacher, jedoch auch zwischen den Kollegen und Klassenkameraden. Vor zehn Jahren gab es noch kein Lectio, was die Kommunikation manchmal erschwerte. Wir hatten instabiles Internet, welches dazu neigte, in wichtigen Situationen nicht zu funktionieren“, sagt Jens Mittag. Laptops wurden aber schon damals  regelmäßig benutzt.   

 

 

Arbeitsmittel

Anzahl

Papier & Laptop

35

Laptop

34

Papier

11

Quelle: DN

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Papier oder Elektronik: Was ist besser?

 Papier oder elektronische Geräte – was ist besser? Weder noch. Sowohl die Lehrer als auch die Schüler des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig bevorzugen die Arbeit mit beiden Medien, je nach Bedarf.
 Zeichnungen und Skizzen sind einfacher auf dem Papier, jedoch hat man auf dem Laptop immer alles dabei und kann um einiges strukturierter und schneller arbeiten. Die Medien und elektronischen Geräte werden überwiegend zur Unterhaltung genutzt, in der Schule werden die Laptops zur schnelleren Information genutzt und um alles immer schnell griffbereit zu haben.

Das DGN arbeitet zwar seit mehreren Jahren mit Laptops und stellt diese auch den Schülern zu Verfügung, jedoch gibt es noch den einen oder anderen Lehrer, der die traditionelle Arbeit ohne den Laptop bevorzugt. So zum Beispiel Constanze Volkwein, Lehrerin am DGN.

„Ich bevorzuge es, auf Papier zu arbeiten, weil es für mich angenehmer ist, etwas per Hand Geschriebenes zu sehen. Es ist überschaubar und einfacher eingeteilt. Leider werden einige Vorteile der Digitalisierung auch negativ ausgenutzt. Es vereinfacht den Betrug, oft im Sinne von beispielsweise Copy-Paste. Privat nutzt die Lehrerin auch ungern digitale Produkte.

„Analog arbeite ich effizienter. Ich bin aber nicht der Meinung, dass sich was an unserer Schule ändern sollte, denn es wird in gesunder Mischung genutzt. Wir arbeiten abwechselnd per Hand und per Computer“, sagt Constanze Volkwein.

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