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SønderjyskE lässt Mads Hvilsom nicht ziehen

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Foto: Karin Riggelsen

Der 26-Jährige will endlich wieder Fußball spielen und hat Abwanderungsgedanken.

Mart Lieder muss eine Gelbsperre absitzen, wenn die Superliga-Fußballer von SønderjyskE am Sonntag ab 14 Uhr den Lokalrivalen Esbjerg fB empfangen. Ein frustrierter Mads Hvilsom hofft auf eine seltene Chance in der Startelf, kann aber noch von Peter Christiansen überholt werden.

„Im Sturmzentrum steht die Wahl zwischen Peter Christiansen und Mads Hvilsom, es besteht aber auch die Möglichkeit, Greko als falsche Neun spielen zu lassen. Das werden wir uns noch überlegen“, sagte Trainer Glen Riddersholm nach der vorletzten Trainingseinheit vor dem Esbjerg-Spiel.

„Ich hoffe, dass ich spielen darf. Es ist lange her, dass ich ran durfte“, sagt Mads Hvilsom und macht keinen Hehl daraus, dass es eine lange, frustrierende Zeit auf der Ersatzbank gewesen ist: „Klar ist man frustriert. Ich hatte auf mehr Chancen gehofft, als ich bekommen habe. Ich finde, dass ich gegen Ende der vergangenen Saison bewiesen habe, was ich kann, bin aber unter Claus Nørgaard schnell rausgeflogen, aus meiner Sicht nicht aus offenkundigen Gründen. Es war ja nicht so, dass die Mannschaft massenhaft Tore erzielte.“

Der 26-Jährige kam im Sommer 2017 als Leihgabe vom morgigen Gegner Es-bjerg fB. Die Absprache läuft im Sommer aus, und so wie es jetzt aussieht, ist SønderjyskE dann für ihn ein abgeschlossenes Kapitel.

„Es sieht immer mehr danach aus, dass es im Sommer zu Ende geht. Ich muss irgendwo hin, wo ich mehr Fußball spielen und einen Neustart machen kann. Ich muss zurück zu dem Niveau finden, das ich früher gezeigt habe. Man setzt Rost an, wenn man nicht spielt. Im Fußballgeschäft ändern sich die Dinge schnell, und vielleicht sieht alles anders aus, wenn ich jetzt reinkommen und sechs, sieben Tore machen würde. Deswegen würde es mich freuen, wenn ich spielen dürfte, damit ich Tore erzielen und es allen zeigen kann.“

Foto: Karin Riggelsen

Den Abwanderungsgedanken hat SønderjyskE vorerst einen Riegel vorgeschoben. Sportchef Hans Jørgen Haysen hat jetzt schon zum zweiten Mal seinem Ersatzstürmer die Freigabe verweigert, am Rande des Trainingslagers in der Türkei und jetzt in den vergangenen Tagen wurde ein Angebot eines skandinavischen Klubs abgelehnt. In Norwegen und Schweden ist das Transferfenster noch offen.

„Das wäre interessant gewesen, wenn die Alternative ist, hier auf der Bank oder auf der Tribüne zu sitzen, aber es sieht nicht danach aus, dass es was wird. Ich respektiere auch, dass ich hier bei SønderjyskE einen Vertrag habe“, so Mads Hvilsom.

„Die Angebote sagen mir, dass Mads Hvilsom weiter einen guten Namen hat, aber so wie es aussieht, wird Mads bei uns eine Rolle bekommen“, sagt Haysen.

Doch die Frage ist, ob Hvilsom auch nach der Sommerpause eine Rolle haben wird.

„Mads hat nicht so oft gespielt, wie wir das erhofft haben. Wenn es so bleibt, macht es keinen Sinn, dass wir weiter zusammenarbeiten, aber im Fußball können sich die Dinge schnell ändern“, so der SønderjyskE-Sportchef.

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