Führungswechsel

Klaus Rasmussen gibt bei SønderjyskE den Stab weiter

Klaus Rasmussen gibt bei SønderjyskE den Stab weiter

Klaus Rasmussen gibt bei SønderjyskE den Stab weiter

Hadersleben/Haderslev
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Klaus Rasmussen ist seit mehr als einem Jahrzehnt auf Führungsebene das Gesicht von SønderjyskE. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Der dänische Pokalsieger stellt sich auf Führungsebene neu auf und sucht gleich zwei neue Gesichter für die Kommandobrücke.

Nach mehr als einem Jahrzehnt an der Spitze von SønderjyskE Fodbold A/S wird Klaus Rasmussen den Stab weitergeben und eine neue Rolle einnehmen. Der 54-Jährige verschwindet nicht ganz, wird sich aber künftig in erster Linie um den Rest der SønderjyskE-Familie kümmern. Beim dänischen Pokalsieger stellt man sich neu auf, und die Suche nach zwei neuen Gesichtern auf der Kommandobrücke hat bereits begonnen.

„Wir sind mit dieser Lösung sehr zufrieden. Nach vielen guten, undramatischen Gesprächen mit Platek sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es für mich der richtige Zeitpunkt ist. Die Entscheidung geschieht aus Respekt vor dem Haus SønderjyskE, das sich seit 2004 verändert hat. Wir nähern uns einem Umsatz von 120 Millionen Kronen, und da ist ein Direktor für sieben verschiedene Unternehmen nicht mehr tragbar, wenn wir uns in der Zukunft auf das nächste Niveau bewegen wollen. Wir sind zu groß geworden. Wir brauchen eine Person, die von morgens bis abends Fokus auf dem Fußball-Geschäft hat“, sagt Klaus Rasmussen zum „Nordschleswiger“.

Im Anfangsjahr 2004 lag der Umsatz von SønderjyskE bei 20 Millionen Kronen. Mittlerweile hat allein SønderjyskE Fodbold A/S einen Umsatz von 65 Millionen Kronen erreicht.

Foto: Frank Cilius/Ritzau Scanpix

Verantwortlich für das Tagesgeschäft bei SønderjyskE Fodbold A/S wird künftig ein CEO sein, der für die kurzfristigen Lösungen und für die langfristigen Visionen zuständig sein wird. Der Titel überrascht nicht, wenn man an die neuen Eigentümer denkt, die amerikanische Platek-Familie. Wer dieser geschäftsführende Direktor sein wird, ist noch nicht entschieden. SønderjyskE hat die internationale Talent- und Sportagentur Creative Artists Agency damit beauftragt, diesen zu finden. Es wird aber ein Däne sein.

„Wir haben uns sehr dafür eingesetzt, dass es ein Däne wird, der die Region kennt. Das ist entscheidend für uns“, so Klaus Rasmussen, der davon ausgeht, dass der neue starke Mann bei SønderjyskE Fodbold A/S in absehbarer Zeit vorgestellt werden kann: „Ich denke, dass der CEO im April gefunden werden kann und ab Sommer seinen neuen Job antritt.“

Klaus Rasmussen ist seit mehr als einem Jahrzehnt auf Führungsebene das Gesicht von SønderjyskE gewesen. Mit seiner neuen Rolle ist dies nun ein weiterer Schritt weg vom alten zum neuen SønderjyskE.

Foto: Claus Bech/Ritzau Scanpix

„Nein, ich sehe den Risikomoment nicht“, antwortet der Direktor von Sønderjysk Elitesport A/S auf die Frage, ob die Abteilung Fußball fortan nur noch als Klub eines steinreichen Amerikaners aufgefasst wird: „Es wäre anders, wenn ich ganz verschwinden und aus dem Sport aussteigen würde. Ich werde weiterhin da sein, nur nicht im gleichen Umfang. Das wird ein Paarlauf mit dem neuen CEO, wo ich im Backoffice weiter meinen Beitrag leisten und in hohem Maße den Dialog mit den Sponsoren haben werde. Wir werden den Leim ausmachen, der Sønderjysk Fodbold A/S und Sønderjysk Elitesport A/S zusammenhält.“

Der neue CEO wird aber nicht die einzige Person sein, die für die Vereinsführung an Bord geholt wird. Es wird kein direkter Nachfolger von Sportchef Hans Jørgen Haysen, eher ein „Sportchef light“, mit weniger Befugnissen und mit dem Titel „Head of Player Development and Recruitment“.

„Wir werden eine weitere Person in der sportlichen Führung einstellen, die auch mit Kauf und Verkauf von Spielern zu tun haben wird, in Zusammenarbeit mit Andrew Ramsey, aber auch im Bereich Scouting, in Zusammenarbeit mit Søren Frederiksen. Die Verpflichtung eines CEO kommt aber zuerst. Wir wollen die Mannschaft von oben zusammenstellen“, sagt Klaus Rasmussen.

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