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Dänische Kicker enttäuschen

nlm
Pristina
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Die dänischen Fußballer zeigten zu selten Biss in den Zweikämpfen des Testspiels. Foto: Scanpix

Die dänische Fußball-Nationalmannschaft erkämpfte sich im Freundschaftsspiel gegen das Nationalteam des Kosovo mit viel Glück ein 2:2-Remis.

Die dänische Fußball-Nationalmannschaft hat im ersten Länderspiel des Jahres 2019 eine enttäuschende Leistung gezeigt. Vor dem wichtigen EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz spielte Dänemark beim Testspiel in Pristina 2:2 gegen Kosovo, nachdem Pierre-Emile Højbjerg in der Nachspielzeit der späte Ausgleichstreffer gelang.

Nationaltrainer Åge Hareide schickte eine dänische Mannschaft auf das Spielfeld, die so noch nie zusammengespielt hatte. Der 20-jährige Jacob Bruun Larsen gab sein Startelf-Debüt für das dänische Fußball-Nationalteam. Das Bundesliga-Talent von Borussia Dortmund konnte das dänische Angriffsspiel aber auch nicht ankurbeln. Stattdessen agierten die Gastgeber flinker, bissiger und willensstärker. Während den dänischen Nationalspielern die Spritzigkeit und überraschende Spielideen im Angriffsspiel fehlten, war früh zu erkennen, dass die junge Kosovo-Mannschaft technisch starke Spieler in ihren Reihen hat.

Dass Kosovo nur den 130. Rang der Weltrangliste belegt, war nicht zu erkennen. Vor 13.500 euphorisierten Zuschauern in Pristina zeigten die Gastgeber, die erst 2016 ihr erstes offizielles Länderspiel bestritten, mehr Biss und Spielfreude. In der 42. Minute ging Kosovo nach einer Standardsituation in Führung. Amir Rrahmani köpfte den Hausherr in Führung, obwohl er bei der Flanke im Abseits stand.

Auch im zweiten Durchgang war kein wirkliches Aufbäumen der dänischen Kicker zu erkennen. Dennoch kam Dänemark nun zu aussichtsreicheren Tormöglichkeiten. In der 63. Minute wurde Martin Braithwaite im Strafraum zu Fall gebracht. Den Foulelfmeter verwandelte Christian Eriksen eiskalt zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Nur zwei Minuten später ging Kosovo aber nach einer schön herausgespielten Kombination durch Bersant Celina erneut mit 2:1 in Führung.

In der Schlussphase hatte Kasper Dolberg noch eine Großchance, setzte den Ball aber per Kopfstoß knapp am Kasten vorbei. In der Nachspielzeit viel der Ball dafür aber letztlich Pierre-Emile Højbjerg im gegnerischen Strafraum vor die Füße, der die Kugel elegant verwertete.

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