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Verband will Boxer Lizenz verweigern

Verband will Boxer Lizenz verweigern

Verband will Boxer Lizenz verweigern

Ritzau/jki
Kopenhagen
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Patrick Nielsen wird wohl kaum in den Boxring zurückkehren. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Patrick Nielsen scheint sich seine Rückkehr in den Boxring selbst verbaut zu haben.

Der 29-Jährige Patrick Nielsen gehörte jahrelang zu den vielversprechendsten dänischen Boxern und kämpfte im Ring um Weltmeister-Titel, doch am Wochenende wurde bekannt, dass er sich der Rockerbande „Satudarah“ angeschlossen hat. Der dänische Supermittelgewichts-Boxer bestätigte, dass er aktuell „Prospect“ (Probemitglied) sei.

Alles deutet darauf hin, dass der dänische Profi-Box-Verband Patrick Nielsen die Lizenz verweigern wird. In den Regularien von „Dansk Professionelt Bokse-Forbund“ (DPBF) heißt es, dass keine Lizenz erteilt werden kann, „wenn ein Boxer dem Ansehen der Sportart schadet“.

„Ich distanziere mich von seiner Entscheidung. Mit diesem Entschluss hat er im Profi-Boxsport keine Zukunft, zumindest nicht in Dänemark“, sagt DPBF-Vorsitzender Jesper D. Jensen zu „B.T.“: „Er besitzt im Augenblick keine Lizenz und kann dementsprechend nicht boxen. Und wenn er sich um eine bewerben sollte, dann greift Paragraph fünf, der besagt, dass man das Ansehen des Boxsports nicht Schaden beifügen darf, und das hat er ja getan.“

Patrick Nielsen hat sich noch nicht auf ein Ende der Karriere eingestellt, in der er 30 Siege in 33 Profi-Kämpfen aufweisen kann.

„Es gibt Dinge im Ring, die ich gerne revanchieren würde. Wenn die Leute bereit dazu sind, bin ich es auch. Das ist kein Problem. Wir werden sehen, was die Zeit bringt. Es gibt jede Menge Angebote“, sagt Patrick Nielsen zu „B.T.“.

Patrick Nielsen stand zuletzt im Oktober 2019 im Ring, als er bei einer Veranstaltung in Gilleleje Armen Ypremyan besiegte. Im April 2018 hatte der Däne in Offenburg umstritten gegen Arthur Abraham verloren.

2011 war Patrick Nielsen in der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden, als er gemeinsam mit Claudia Rex den zweiten Platz in der Fernsehsendung „Vild med dans“ belegte.

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