U-Boot-Fall

Madsens Praktikant: Säge im U-Boot ergibt keinen Sinn

jt
Kopenhagen
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Stadtgericht in Kopenhagen. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Die Staatsanwaltschaft versucht am vierten Prozesstag zu beweisen, dass der U-Boot-Bauer Peter Madsen den Mord an der schwedischen Journalistin Kim Wall geplant hatte. Am Freitag sagte Madsens Praktikant und eine ehemalige Freundin vor Gericht gegen ihn aus.

Dass Peter Madsen am Tag, an dem die schwedische Journalistin Kim Wall in seinem U-Boot starb, eine Säge dabei hatte, ergibt keinen Sinn. Das meint sein damaliger Praktikant, der in Madsens Werkstatt ein Praktikum absolvierte.

„Wir hatten darüber gesprochen, dass wir hinten im U-Boot eine Werkzeug-Wand machen wollten. Doch hinten im U-Boot zu Sägen wäre blödsinnig. Wir hatten an Land eine Kappsäge – die zu benutzen wäre sinnvoller“, so die Aussage des Praktikanten vor Gericht.

Möglicherweise war der junge Maschinenbaustudent der Letzte, der vor der schicksalhaften Ausfahrt am 10. August 2017 im U-Boot war, so die Nachrichtenagentur Ritzau.

Die Staatsanwaltschaft erhebt den Vorwurf, dass Madsen vor der Fahrt die Misshandlung und den Mord an der Journalistin geplant hatte. Deshalb ist es wichtig zu beweisen, dass eine Fuchsschwanz-Säge nicht zur üblichen Ausstattung im U-Boot gehörte.

Auch Madsens ehemalige Freundin sagte vor Gericht aus. Sie erzählte, wie Madsen angeblich davon gesprochen haben soll, dass er einmal gerne einen Todesporno, auch Snuff-Film genannt, machen würde.

Insgesamt seien Madsens sexuelle Phantasien im Laufe des vergangenen Jahres immer extremer geworden, so die Ex-Freundin zur Nachrichtengentur Ritzau.

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