Online-Schwindel

Neues IT-Zentrum sagt Internetbetrügern den Kampf an

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Internetbetrug nimmt immer weiter zu – die dänische Polizei will nun stärker dagegen vorgehen. Foto: Scanpix

Die Zahl der Betrugsfälle im Internet hat sich zuletzt mehr als vervierfacht. Die neue und landesweite Einrichtung soll die Kräfte aller Polizeikreise bündeln.

Die dänische Polizei rüstet in Sachen Internet-Betrug auf. Ein neues, landesweites IT-Zentrum soll die Kräfte der einzelnen Polizeikreise bündeln und künftig Internetbetrüger, die Kunden in Online-Shops täuschen oder deren Kreditkartendaten stehlen, bekämpfen.

Durch die zunehmende Digitalisierung ist der Internetbetrug in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Die Zahl der gemeldeten Betrugsfälle im Internet hat sich im Zeitraum von 2009 bis 2016 mehr als vervierfacht – von 100 auf 550 Fälle. Beim Kreditkartenbetrug stieg die Zahl der Anzeigen in dem Zeitraum von 10.866 auf 104.584 an.

Betrugs-Problem besser bekämpfen

Mit dem neuen IT-Zentrum hofft die Polizei, das Problem besser bekämpfen zu können.

„Mit dem neuen Center machen wir einen weiteren Schritt dahin, dass sich unsere Bürger sicherer fühlen können. IT-Kriminalität findet oft über Polizeikreise und Landesgrenzen hinaus statt, daher müssen wir unsere Kräfte bündeln“, so der Chef der Reichspolizei, Jens Henrik Højberg, in einer Pressemitteilung.

Das Center wird über ihre Homepage die Anzeigen der Bürger sammeln, die sich mit Internetkriminalität befassen und diese dann für die weiteren Ermittlungen an die jeweiligen Polizeikreise weiterleiten.

Laut Plan soll das IT-Zentrum Ende 2018 eröffnet und bei der Polizei in Kopenhagen angesiedelt werden – dort besteht bereits eine Datenbank zum Thema Internetbetrug.

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