Kriminalität

Mordauftrag und Missbrauch: Däne in Südafrika verurteilt

jrp/Ritzau
Johannesburg
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Peter Frederiksen
Peter Frederiksen vor Gericht. Foto: Scanpix

Ein in Südafrika lebender Däne ist wegen zahlreicher Gräueltaten verurteilt worden. Die Gesellschaft müsse vor ihm geschützt werden, so die Richterin.

Der Däne Peter Frederiksen ist in der südafrikanischen Stadt Bloemfontein vom dortigen Gericht zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Er wurde schuldig gesprochen, ein Kind vergewaltigt und seine Frau ermordet zu haben. Beide Tatbestände lösten jeweils eine lebenslange Haftstrafe aus.

Bereits im November war Frederiksen in 36 Fällen schuldig gesprochen worden, unter anderem dafür, den Mord seiner Exfrau in Auftrag gegeben sowie ein Kind mehrfach missbraucht zu haben. Die frühere Ehefrau sollte als Kronzeugin gegen Peter Frederiksen aussagen. Sie wurde kurze Zeit später im Nachbarland Lesotho ermordet.

Der Richter erklärte in ihrem Urteilsspruch, dass „die Gesellschaft vor Männern wie ihm geschützt werden“ müsse. „Du denkst, dass du nichts falsch gemacht hast. Du zeigst keinerlei Gefühlsregung“, so der Richter laut dem südafrikanischen Radiosender OFM.

Neben Mord und Vergewaltigung ist Frederiksen bereits wegen Waffenhandel, Kinderpornografie und Zeugenbestechung verurteilt. Das gesamte Strafmaß wurde erst im März festgesetzt, weil zunächst ein gerichtspsychiatrisches Gutachten erstellt werden sollte. Dies ergab, dass der Mann psychopathische Züge habe und seine Tat nicht bereue.

Frederiksen leugnete seine Schuld und will in Berufung gehen, entschuldigte sich nach dem Urteilsspruch laut OFM jedoch „bei der südafrikanischen Gesellschaft“.

Aufgefallen war der Däne, weil vor drei Jahren 21 abgeschnittene weibliche Geschlechtsteile bei ihm im Gefrierschrank gefunden wurden. Für diesen Umstand ist er bisher noch nicht verurteilt worden. Das südafrikanische Recht sieht kein Strafmaß für Beschneidung vor.

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