Dänemark kompakt am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick aus Dänemark

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Nikolai Linares/Ritzau Scanpix

Spaziergänger tot aufgefunden, Frachtschiff wieder frei und Flugzeugeinkauf für 24 Milliarden: Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages kompakt im Überblick.

Gedämpfte Laune bei Mærsk-Versammlung

Gedämpfte Stimmung bei den Aktionären von A. P. Møller Mærsk, die sich am Dienstag im Bella Center auf Amager zur Generalversammlung einfanden: Entwicklung und Aktienkurs konnten den Erwartungen nicht standhalten.

So sind die Aktien des Konzerns im Laufe von 2017 um 4 Prozent gefallen, und noch ist kein Ende der Talfahrt in Sicht. „Seit Beginn von 2018 sind unsere Papiere um weitere 14 Prozent gefallen. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass der Aktienkurs heute 13 Prozent höher liegt als 2016, als wir unsere neue Strategie eingeleitet haben“, so der Vorsitzende von Mærsk, Jim Hagemann Snabe.

Die Strategie würde von den Aktionären prinzipiell positiv aufgenommen. Eine Schnellspur des Erfolgs gebe es aber nunmal nicht, daher seien Erwartungen an eine schnelle Verbesserung des Konzerngeschäfts enttäuscht worden.

2018 mehr Vogelgrippe-Fälle

Die dänische Nahrungsmittelbehörde hat 2018 bisher ungewöhnlich viele Vögel, die an der Vogelgrippe H5N6 gestorben sind, gefunden. Das berichtet die Behörde in einer Pressemitteilung. „Das ist nach einem langen und harten Winter zu erwarten“, erklärt der Tierarzt Stig Mellegaard.

2018 wurden bisher 13 tote, mit Vogelgrippe infizierte Vögel gefunden. Es dreht sich dabei meist um Möwen, Bussarde und Adler

Skat zahlt 16,7 Milliarden Kronen zurück

3,4 Millionen Bürger haben alles in allem 16,7 Milliarden Kronen Steuern zu viel bezahlt. Durchschnittlich erhält jeder der knapp dreieinhalb Millionen Steuerzahler 4.900 Kronen zurück. Wie die dänische Steuerbehörde mitteilt, wird das Geld am 10. April überwiesen. Skat zufolge werden aber etwa 610.000 Bürger die Rückzahlungen nicht am 10. April auf ihrem Konto finden.

Urteil: Dänischer Staatsbürger wird nach Ruanda ausgeliefert

Ein 50-jähriger dänischer Staatsbürger soll nach Ruanda ausgeliefert werden. Das hat das Stadtgericht in Hillerød am Dienstag entschieden. In Ruanda ist der Mann angeklagt, einer der Beteiligten am Völkermord 1994 gewesen zu sein.

„Die Auslieferung zur Strafverfolgung in Ruanda verstößt nicht gegen das dänische Auslieferungsgesetz”, sagt der Gerichtsvorsitzende, Jens Berg, zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Somit bestätigte das Stadtgericht das Urteil des Oberstaatsanwaltes. Dieser hatte schon im Herbst 2017 entschieden, dass der Mann zur Strafverfolgung nach Rwanda ausgeliefert werden könne.

Tarifkonflikt: Løkke will gespartes Geld in einem Wohlfahrts-Topf sammeln

Die Gehälter, die im Falle eines Großkonfliktes eingespart werden, sollen in einem Topf für Wohlfahrt gesammelt werden. Das meint der dänische Regierungschef.

B.T. brachte Zeitungs-Dummy mit fiktivem Aufmacher

Das dänische Boulevardblatt B.T. hat am Dienstag in ganz Jütland mit rein fiktiven Schlagzeilen aufgemacht. Dabei handelte es sich nicht um einen journalistischen Fauxpas – sondern um einen technischen: Die Zeitung war für eine Krimiserie umgestaltet worden und wurde versehentlich so veröffentlicht.

SAS shoppt Flugzeuge für 24 Milliarden Kronen

Die Skandinavische Fluggesellschaft SAS hat 50 neue Mittelstreckenjets vom Typ Airbus A320 neo bestellt. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Der Auftrag beläuft sich insgesamt auf rund 24 Milliarden Kronen.

„Vor gut einem Jahr haben wir den A320neo in Betrieb genommen. Seitdem bekommen wir laufend positive Rückmeldungen von unseren Kunden. Deshalb bin ich froh, dass wir durch diesen Auftrag weiterhin unser Produkt verbessern können“, erklärt SAS-Direktor Rickhard Gustafson.

Airbus A320neo Foto: Eric Cabanis/Ritzau Scanpix

Autofahrer übersteht Wildunfall unverletzt

Wie durch ein Wunder hat ein Autofahrer unverletzt einen Unfall mit drei Rothirschen auf der Autobahn E20 nach Esbjerg überstanden. Der Fahrer meldete sich TV Syd zufolge um 1.40 Uhr in der Nacht bei der Polizei und berichtete von dem Wildunfall. Die Tiere waren auf der Stelle tot, Aufräumarbeiten führten zur Sperrung der Autobahn zwischen Brørup und Vejen. Der Fahrzeugführer habe Glück im Unglück gehabt. Es gebe nicht viel, was man tun könne, wenn auf der Autbahn bei rascher Fahrt plötzlich drei Tiere im Scheinwerferkegel auftauchen, so der Wachleiter von Nordschleswig und Südjütland zu TV Syd.

Spaziergänger tot aufgefunden

Die Polizei hat am Dienstag einen Mann tot in einem See in Skjern gefunden. Dies berichtet TV MidtVest. Die Familie des Mannes meldete den 58-Jährigen in der Nacht zu Dienstag als vermisst, da er nicht von seinem üblichen Spaziergang zurückkam. Die Polizei setzte einen Streifenwagen und eine Hunde-Patrouille ein, die den Mann bei Byengen im Stadtpark von Skjern fand. Die Polizei geht von einem Unglück aus; der Mann soll gestolpert sein. Die Familie ist unterrichtet.

Frachtschiff wieder frei

Die 90 Meter lange „Baltic Madonna“ aus Finnland, die am Montagabend im Grønsund vor Nordfalster auf Grund lief, ist wieder frei. Aufgrund des steigenden Wasserstandes habe das Schiff die Erlaubnis erhalten, einen Versuch zu unternehmen aus eigener Kraft loszukommen, so der Wachleiter im Operationszentrum der dänischen Streitkräfte. Nach dem geglückten Versuch liegt die „Baltic Madonna westlich von Vordingborg vor Anker, dort wird sie im Laufe des Tages untersucht, bevor sie ihre Fahrt fortsetzen kann. Das Schiff hatte Container und Stahl geladen. Als Grund für die Havarie wird Sand angenommen, der, von der Strömung in die Fahrrinne transportiert, die Wassertiefe herabsetzte.

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