Luftstreitkräfte

Kronprinz legt Grundstein für F-35-Campus in Skrydstrup

Kronprinz legt Grundstein für F-35-Campus in Skrydstrup

Kronprinz legt Grundstein für F-35-Campus in Skrydstrup

Skrydstrup
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Verteidigungsministerin Trine Bramsen (Soz.), Kronprinz Frederik und Generalmajor Anders Mærkedahl Pedersen bei der Grundsteinlegung des F-35-Campus am Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup Foto: Karin Riggelsen

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Gut ein Jahr nach dem ersten Spatenstich wurde auf der Fighter Wing Skrydstrup der Grundstein für den neuen F-35-Campus gelegt. Kronprinz Frederik übernahm die ehrenvolle Aufgabe.

Bei strahlendem Sonnenschein wurde am frühen Freitagnachmittag auf dem Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup der Grundstein für den neuen F-35 Campus gelegt. Niemand geringeres als Kronprinz Frederik von Dänemark übernahm diese ehrenvolle Aufgabe.

Ein Bauvorhaben der Extraklasse

Mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Milliarden Kronen sei es das größte und komplizierteste Bauvorhaben des dänischen Militärs, das es in jüngster Zeit gegeben habe, betonte Generalmajor Anders Mærkedahl Pedersen, Chef der Immobilienverwaltung des Verteidigungsministeriums (Forsvarsministeriets Ejendomsstyrelsen), in seiner Rede im Rahmen der Grundsteinlegung.

Am Luftwaffenstützpunkt angekommen wurde Kronprinz Frederik von Verteidigungsministerin Trine Bramsen und dem Bürgermeister der Kommune Hadersleben, H. P. Geil, in Empfang genommen. Foto: Karin Riggelsen

Der neue Campus sei im dänischen Kontext einzigartig, so der Generalmajor weiter, und werde nach seiner Fertigstellung eines der sichersten Gebäude überhaupt sein. Noch sehe der viereckige Betonklotz zwar nicht nach viel aus, doch spätestens, wenn die ersten F-35-Kampfjets in zwei Jahren auf dem Fliegerhorst Skrydstrup landen, werde sich das Bauwerk in ein hochtechnologisches Gebäude verwandelt haben.

13 Meter hohe Lärmschutzwand

Der neue Fliegercampus wird neben dem 250 Meter langen und 70 Meter breiten Hauptgebäude unter anderem 22 Hangars mit dazugehörigen Vorfeldern und Zufahrtsstraßen sowie mehreren Werkstätten, Wartungsdocks, Büros und Übungsanlagen beherbergen. Darüber hinaus wird das gesamte Areal von einer 13 Meter hohen Lärmschutzwand umgeben.

Formationsflug der F-16-Kampfjets. Foto: Karin Riggelsen

„Der Beginn einer neuen Ära“

Für den zweiten Redner des Tages, Stabschef Jan Dam vom dänischen „Flyverkommando“ war die Grundsteinlegung ein klares Zeichen dafür, dass die Umstellung auf die F-35-Jets gut vorangehe. „Es ist der Beginn einer neuen Ära“, so der Stabschef.

Erst im April hatte Dänemark in den Vereinigten Staaten von Amerika den ersten seiner 27 bestellten F-35-Kampfjets des Rüstungskonzerns Lockheed Martin übernommen. Vorerst bleibt die Maschine jedoch auf der Luke Air Force Base in Arizona, wo die dänischen Piloten und Techniker im Umgang mit dem Mehrzweckkampfflugzeug geschult werden. 2023 soll die erste dänische F-35 in Skrydstrup stationiert werden, vier Jahre später rechnet das Verteidigungsministerium mit der vollständigen Implementierung des neuen Kampfjettyps.

Kronprinz Frederik lässt sich die geplante Gestaltung des F-35 Campus erklären. Foto: Karin Riggelsen

Verteidigungsministerin: F-35 soll Sicherheit der Dänen gewährleisten

Welche Bedeutung die Umstellung der dänischen Luftwaffe auf die F-35-Flieger für die Sicherheit der dänischen Bevölkerung habe, betonte Verteidigungsministerin Trine Bramsen in ihrer Rede, in der sie auch auf die Ereignisse zu sprechen kam, die sich in der vergangenen Woche im dänischen Luftraum zugetragen haben.

„Vor einer Woche drangen zwei russische Kampfflugzeuge des Typs Su-30 in den dänischen Luftraum über Christianssø ein. Beide wurden gewarnt, dass sie die dänischen Hoheitsrechte verletzen, beide flogen trotz Warnung weiter. Dieses Verhalten kann nicht anders als eine bewusste Provokation Dänemarks verstanden werden“, so die Verteidigungsministerin.

Diese Zeitkapsel mit einem schriftlichen Gruß des Kronprinzen wurde in den Boden eingelassen, bevor Kronprinz Frederik den Grundstein darüber legte. Foto: Karin Riggelsen

F-35 als zentrale Rolle bei internationalen Missionen

Das Handeln der russischen Luftwaffe sei nicht nur inakzeptabel gewesen, so Bramsen weiter, sondern auch Ausdruck eines neuen und aggressiven Verhaltens, das mit aller Deutlichkeit aufzeige, wie schnell der sichere Alltag infrage gestellt werden kann.

Mit der Grundsteinlegung für den neuen F-35-Campus werde daher auch der Grundstein für die Zukunft der dänischen Luftwaffe und der Sicherheit der Dänen gelegt. Die F-35-Jets werden eine zentrale Rolle in der Zusammenarbeit mit den Verbündeten bei internationalen Missionen spielen und ein starkes Bollwerk gegen Bedrohungen sein, versprach die Verteidigungsministerin: „Und einen Schutz der dänischen, demokratischen Werte darstellen, die wir so schätzen.“

Beim Posieren für das offizielle Gruppenfoto war die Stimmung ausgelassen. Kronprinz Frederik traf bei Haderslebens Bürgermeister H. P. Geil auf einen „alten“ Bekannten. Die beiden waren sich erst am Sonntag bei den Feierlichkeiten zur Grenzziehung in Hadersleben begegnet. Foto: Karin Riggelsen

Spontaner Besuch bei der dänischen Abwehrbereitschaft

Verteidigungsministerin Trine Bramsen (Soz.) hatte der dänischen Abwehrbereitschaft (Afvisningsberedskabet) im Vorfeld der Grundsteinlegung einen Besuch abgestattet und sich für deren wichtige Arbeit bedankt. Der spontane Besuch bei der Abwehrbereitschaft stand nicht zuletzt in Zusammenhang mit den Ereignissen des vergangenen Freitags, erklärte Bramsen gegenüber dem „Nordschleswiger“.

Verteidigungsministerin Trine Bramsen im Gespräch mit Uffe Holstener-Jørgensen, Chef des Fliegerstützpunktes in Skrydstrup, bei ihrem Besuch bei der dänischen Abwehrbereitschaft Foto: Annika Zepke

Zeitkapsel mit persönlichem Gruß des Kronprinzen

Die wichtigste Aufgabe lag am Freitagnachmittag in den Händen des dänischen Kronprinzen. Der Kronprinz, der selbst auf eine erfolgreiche Militärlaufbahn zurückblicken kann, ließ die Zeitkapsel mit seinem schriftlichen Gruß in den Boden ein und legte den symbolischen Grundstein für Dänemarks teuerstes militärisches Bauprojekt.

„Prinsens Musikkorps“ spielte anlässlich der Grundsteinlegung die F-35-Hymne. Foto: Karin Riggelsen

Anschließend wurden Kronprinz Frederik, Verteidigungsministerin Trine Bramsen, Haderslebens Bürgermeister H. P. Geil sowie die anwesenden Gäste, bestehend aus zivilen Kooperationspartnern unter anderem aus den USA und den Verantwortlichen des F-35-Projekts, zu einem Empfang gebeten.

Kronprinz Frederik legte den Grundstein für den neuen F-35 Campus in Skrydstrup. Foto: Karin Riggelsen
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