Geschichte

Gedenkfeier ist in der Planung

Brigitta Lassen
Brigitta Lassen Lokalredakteurin
Lügumkloster/Løgumkloster
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Die Kirche in Lügumkloster Foto: Archivbild: DN

In Lügumkloster laufen Vorbereitungen für Feierlichkeiten am 11. November. Landesweit werden die Kirchenglocken läuten, so auch in Lügumkloster.

Wie in anderen Orten planen auch mehrere Vereine in Lügumkloster eine Feier, die am 11. November dieses Jahr zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges stattfinden soll, das sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt.

Initiator ist Historisk Forening. Der Gedenktag soll mit einem deutsch-dänischen Gottesdienst in der Kirche eröffnet werden, danach folgt eine Kranzniederlegung im Gedenkhain auf dem Friedhof. Landesweit werden die Kirchenglocken läuten, so auch in Lügumkloster. Von der Kirche geht es weiter zu den Gräbern der Kriegsgefangenen, die von den deutschen Behörden 1915 angelegt wurden.

Die rund 2.000 Gefangenen, die beim Aufbau der Sicherungsstelle Nord eingesetzt wurden, lebten im Lager bei Lügumkloster auf engstem Raum. Viele wurden vom Typhus dahingerafft und in Lügumkloster beerdigt. 70 französische, englische, russische Gefangene fanden dort ihre letzte Ruhe. Auch dort soll ein Kranz zum Gedenken an die Toten niedergelegt werden. Der Gefangenenfriedhof soll zur 100-Jahr-Feier instandgesetzt werden und auch eine Informationstafel erhalten.

Marion Mikkelsen Ohlsen, die als freiwillige Mitarbeiterin im historischen Archiv und in der Planungsgruppe mitwirkt, erzählt, dass viele hochrangige Gäste nach Lügumkloster eingeladen worden sind und noch werden. So geht eine Einladung unter anderem an das Königshaus und an mehrere Botschaften.

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