Denkmalschutz

Verwaltung bedauert Abriss-Fehler

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Toftlund
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Die neue Brücke über den Fiskbæk. Foto: Tenna Kristensen

Brücken-Infos waren für Berater schwer zugänglich. Die Kulturbehörde hat das entscheidende Wort.

Der Abriss der unter Denkmalschutz stehenden Brücke über den Fiskbæk südlich von Toftlund (wir berichteten) wird auch in der zuständigen kommunalen Verwaltung in der Kommune Tondern bedauert. „Dies ist weder absichtlich, noch bewusst geschehen. Wir haben von unserem Ratgeber Cowi die Antwort erhalten, dass es für die renovierungsbedürftige Brücke keine Schutzmaßnahme gibt. Wir wurden dann nach Ausführung der Arbeiten von Bürgern darauf hingewiesen, dass die Brücke doch unter Denkmalschutz steht. Als ich deswegen bei den Beratern vorstellig wurde, kehrten sie mit roten Ohren zurück“, erläutert Christian Kjær-Andersen, fachlicher Koordinator in der technischen Verwaltung.

„Da war es aber schon zu spät. Wir baten dann den Unternehmer, das abgebrochene Material zu sichern“, so Kjær-Andersen. Dabei würde es sich um Beton, Stahl und Feldsteine handeln. Zudem seien das Museum in Hadersleben und die Kulturbehörde über die unangenehme Situation informiert worden. „Es war ja zu spät, irgendetwas zu stoppen. Der Schaden war entstanden. Wir warten immer noch auf Antwort von der Kulturbehörde. Wir haben erkennen müssen, dass wir einen Fehler gemacht haben. Wir wollen diesen richten, wenn es möglich ist“, so Kjær-Andersen zu der unerfreulichen Sache. Die Entscheidung liege jetzt bei der Kulturbehörde, inwieweit etwas von der Brücke oder ihr Gepräge wieder hergestellt werden könne. „Dann müssen wir halt in den sauren Apfel beißen. Im ersten Durchgang ist es unsere Verantwortung. Wir haben ja Interesse im Erhalt solcher Brücken. Uns bleibt nur, uns flach hinzulegen und um Entschuldigung zu bitten“ so Christian Kjær-Andersen.

Er erläutert, dass die Informationen bezüglich des Denkmalschutzes der Brücke auf der Homepage der Kulturbehörde anscheinend sehr schwer zugänglich gewesen seien. Die Kommune hätte kein Material über die besagte Brücke vorliegen gehabt. Die Kommune hätte den Aufbau eines betreffenden Registers mit allen Daten nahezu abgeschlossen. „Wir hatten erst vor einem Monat wegen zwei Eisenbrücken in Mühlenhaus Besuch von der Kulturbehörde, da diese im Zusammenhang mit dem Wandersteig-Projekt renoviert werden sollen“, sagt Kjær-Andersen.

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