DGN

Absagen an Schüler wegen fehlender Internatsplätze

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Kein Platz für neue Schüler: Das Internat des DGN ist komplett belegt. Foto: Karin Riggelsen

Der Schulleiter des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig, Jens Mittag, bedauert den fehlenden Platz. Eine Modernisierung und Erweiterung sind sein großer Wunsch.

„Wir mussten leider einigen Schülern absagen, weil wir ihnen keinen Platz in unserem Internat anbieten konnten“, sagt Jens Mittag, Schulleiter des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig (DGN) bedauernd.

Fast 80 neue Schüler hatten sich für das kommende Schuljahr um einen Platz am DGN bemüht. Für einen Teil von ihnen kommt das allerdings nur infrage, wenn sie einen Internatsplatz bekommen, weil sonst die Anfahrt zu lang wird, denn einige kommen aus Deutschland. Doch die 57 Plätze des ans DGN angeschlossenen Internats sind alle belegt, und „die Warteliste ist lang“, wie der Schulleiter berichtet.

Wenige Plätze frei geworden

Das liege vor allem daran, dass im vergangenen Jahr nur wenige Plätze frei geworden seien, so Jens Mittag. „Wir hatten nur wenige Abiturienten, die die Schule verließen und einen Platz im Wohnheim frei machten“, sagt er.

„Einige der Schüler, die keinen Platz bekommen haben, bemühen sich nun um ein Zimmer oder haben sich zusammengeschlossen, um eine Wohngemeinschaft zu gründen. Wir versuchen, ihnen dabei unter die Arme zu greifen“, sagt der DGN-Rektor. „Wer eine Wohnung hat, die sich für eine Wohngemeinschaft eignet oder ein Zimmer zur Verfügung stellen kann, der kann sich sehr gerne an uns wenden“, so seine Bitte.
Mit beständig wachsenden Schülerzahlen kann sich das DGN über eine wachsende Beliebtheit freuen. Derzeit besuchen 187 Gymnasiasten die Schule. Jens Mittag freut sich über den Trend, erkennt allerdings das Internatsproblem.

Nicht ganz oben auf der Prioritätenliste

Einen großen Wunsch hat er deshalb. „Es wäre toll, wenn wir das Internat erweitern und modernisieren könnten. Damit würde das Gymnasium attraktiver werden, und wir könnten mehr Schüler aufnehmen“, sagt er.

Doch erst einmal steht die Renovierung der Fassade des Wohnheims an oberster Stelle. „Wir haben Feuchtigkeit im Mauerwerk. Um die zu beseitigen und auf Dauer trocken zu halten, müssen insgesamt sechs Millionen Kronen investiert werden“, so Jens Mittag. Geld, das der Deutsche Schul- und Sprachverein für Nordschleswig (DSSV) jedoch nicht sofort bereitstellen kann. „Es gibt andere DSSV-Projekte, die noch wichtiger sind“, erkennt der Schulleiter. Deshalb werde nun an einem Plan gearbeitet, wie sich die Renovierungsarbeiten in Etappen umsetzen lassen könnten.

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