Süddänemark

Zusammen in eine rauchfreie Zukunft

dodo
Vejle
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Zigarette Rauchen
Der Großteil der Raucher in Dänemark hat im Alter unter 18 Jahren begonnen. Foto: Cameron Kirby/Unsplash

Die Region Süddänemark und alle 22 süddänischen Kommunen starten eine Zusammenarbeit, um dem Rauchen den Kampf anzusagen. Das Ziel ist, dass bis 2030 kein Kind oder Jugendlicher mehr raucht.

Eine rauchfreie Zukunft: Für dieses Ziel hat die Region Süddänemark eine Zusammenarbeit mit der Krebshilfeorganisation „Kræftens Bekæmpelse“ und dem TrygFonden gestartet. Gemeinsam wollen sie dafür sorgen, dass in Süddänemark bis 2030 kein Kind oder Jugendlicher mehr raucht – und der Anteil bei den Erwachsenen auf unter fünf Prozent sinkt.

Nach einem Treffen im Kommunen-Kontaktausschuss steht nun fest, dass sich auch alle 22 Kommunen in Süddänemark an der Partnerschaft beteiligen. In dem Ausschuss sitzen alle Bürgermeister der Kommunen und die Regionsratsvorsitzende Stephanie Lose (V). Diese sagt in einer Mitteilung über das Bündnis: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass sich die süddänischen Kommunen dazu entschlossen haben, den Einsatz für eine rauchfreie Zukunft zu unterstützen. Wir wissen, was das Rauchen für einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit hat. Wir haben alle die Pflicht, zu tun, was wir können.“

Erste Versuche positiv

Ansetzen will die Region vor allem an den Ausbildungsstätten und den Schulen. Erste Versuche mit einer rauchfreien Schulzeit für Schüler und Angestellte haben bereits zu guten Erfahrungen geführt. An Sozial- und Gesundheitsschulen in Vejle, Fredericia und Horsens wird das Rauchverbot während der Schulzeit deshalb ab dem 30. Juni dauerhaft eingeführt.

Das jüngste Gesundheitsprofil hat gezeigt, dass die Zahl der Raucher in Süddänemark insgesamt von 2013 bis 2017 leicht von 17 auf 16,9 gefallen ist, der Anteil junger Raucher allerdings weiter steigt. In Süddänemark rauchen 18,7 Prozent aller Bürger – das ist der höchste Anteil in allen dänischen Regionen.

Daher sei die Zusammenarbeit umso wichtiger, meint Haderslebens Bürgermeister H.P. Geil: „Nach unserem Treffen stand fest, dass wir mehr machen müssen, wenn wir sicherstellen wollen, dass unsere Kinder ohne Rauchen aufwachsen können. Gleichzeitig müssen wir derzeitigen Rauchern die bestmögliche Hilfe geben, wenn sie den Wunsch haben, damit aufzuhören. In beiden Fällen können wir als Kommune viel Beitragen“, so Geil.

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