Handball

Tabellenführer zerschellt an SønderjyskE-Abwehrbollwerk

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Sonderburg/Sønderborg
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Foto: Karin Riggelsen

Die SønderjyskE-Handballer schicken den Ligaprimus aus Skjern mit einer verdienten 21:24-Niederlage auf die Heimreise.

Die SønderjyskE-Handballer haben eine faustdicke Überraschung geliefert und den Tabellenführer aus Skjern mit einer 24:21-Niederlage auf die Heimreise geschickt. Eine überragende Defensive mit einem noch stärkeren Thorsten Fries dahinter haben den Grundstein für den Erfolg gelegt. Das nicht immer rund laufende Spiel in der Offensive fiel so nicht mehr ins Gewicht und die Sensation war perfekt.

Eine Minute vor der Halbzeitpause glich die Skansen schon fast einem Tollhaus. Die Heimmannschaft, die neben Mattias Thynell, Christoffer Fors und Simon Kristiansen auch auf Adam Nyfjäll verzichten musste, hatte den Tabellenführer aus Skjern trotz der personellen Probleme gut im Griff. Die 13:10-Führung zur Pause für die Gastgeber war entsprechend hoch verdient und der Ligaprimus fand überhaupt nicht in die Spur.

Im Positionsangriff taten sich die Hellblauen zwar mitunter schwer, aber die SønderjyskE-Defensive ward schon lange nicht mehr so gut gesehen. Die guten Arbeitsbedingungen bis zur Pause nutzte Torhüter Thorsten Fries, um seine Quote gehaltener Bälle auf 41 Prozent zu schrauben und seiner Mannschaft ein starker Rückhalt zu sein.

Der noch bei der SG Flensburg-Handewitt spielende und in der kommenden Saison für Skjern auflaufende Thomas Mogensen musste sich verwundert die Augen reiben. Die bange Frage zur Pause blieb allerdings die nach der Kraft der Hellblauen.

SønderjyskE kam nervös aus der Kabine und machte sich das Leben selber schwer. Erst Chris Holm Jørgensen erlöste die Heimmannschaft nach fast zehn Minuten der zweiten Halbzeit. Wäre es nicht an dem weiterhin außergewöhnlich stark haltenden Thorsten Fries gewesen, hätten die Gastgeber einem Rückstand hinterherlaufen müssen. So wurde ein knappe 14:13-Führung aber verteidigt.

Die Gastgeber kämpften sich zurück auf die Welle der ersten Halbzeit und Skjern musste auf das Spiel im sieben gegen sechs setzten, um in Schlagdistanz zu bleiben.

Doch gegen die an diesem Abend schier unmenschliche Kampfkraft der Gastgeber war kein Kraut gewachsen und bereits vier Minuten vor dem Ende erhoben sich die Zuschauer für stehende Ovationen von ihren Sitzen.

Am Ende stand ein 24:21-Sieg zu Buche, der gezeigt hat, zu was die SønderjyskE-Handballer in Symbiose mit der lautstarken Halle in der Lage sein können. Für die bald anstehende Abstiegsrelegation braucht den SønderjyskE-Fans in der gezeigten Form in jedem Fall nicht bange sein.

SønderjyskE – Skjern Håndbold (13:10) 24:21

SønderjyskE: Kristian Dahl Pedersen, Christian Lynggaard Pedersen, Thorsten Fries – Alexander Hansen (1), Nikolai Emil Keller, Claus Kjeldgaard (2), Frederik Børm (2), Christian Jensen (2), Kasper Olsen (2), Jacob Lyck, Kenneth Bach Hansen (1), Mikkel Hansen, Aaron Mensing (5/1), Chris Holm Jørgensen (3), Mikkel Kjær Møller (6/1).

Skjern Håndbold: Emil Nielsen, Tibor Ivanisevic – Markus Olsson (1), Tandri Mar Konradsson, Anders Eggert (1/1), Christoffer Chichosz (1), Jesper Konradsson (3), Jonathan Stenbäcken, Bjarte Myrhol (1), Bjarke Christensen (1), René Rasmussen (3), Kasper Søndergaard (6), Cornelius Kragh Aastrup (1), Eivind Tangen (3).

Zeitstrafen: 1:3. Siebenmeter: 3:1.

Schiedsrichter: Morten Lethan Albrechtsen/Mik Trustrup Larsen.

Zuschauer: 2.073.

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