Steuergelder

Apenrade abermals vom Steuerminister abgewiesen

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Apenrade/Kopenhagen
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Steuerminister Karsten Lauritzen (Venstre). Foto: Scanpix

Seit der Kommunalreform hat Apenrade mehrmals darum gebeten, die Steuergelder der Grenzpendler behalten zu dürfen – ohne Erfolg. Doch der Bürgermeister kämpft weiter.

Wieder einmal wurde die Kommune Apenrade von einem Steuerminister abgewiesen. Diesmal war Karsten Lauritzen (Venstre) der Schwarze Peter. Doch Bürgermeister Thomas Andresen (Venstre) hat die Hoffnung noch nicht aufgeben, irgendwann doch noch den dänischen Steuerminister zu überzeugen, berichtet die Tageszeitung JydskeVestkysten.

Abermals dreht es sich um die Steuergelder von Grenzpendlern – Personen, die in Deutschland wohnen, aber in der Kommune Apenrade arbeiten. Ihre Steuergelder gehen an den Staat, anstatt in die Kommunenkasse, was für Unzufriedenheit in Apenrade sorgt.

Der Steuerminister hatte versprochen, sich mit der Prozedur zu beschäftigen und zu erörtern, ob es Änderungsmöglichkeiten gibt. Doch wieder einmal bekam die Kommune eine ernüchternde Nachricht. Der Minister teilte mit, dass es weiterhin nicht möglich sei, ein System einzuführen, das die Gelder der Grenzpendler korrekt verteilt. Doch damit stellt sich die Kommune nicht zufrieden.

„Wir meinen, dass man Berechnung anhand der Gesundheitskarte (Sygesikringsbevis) oder des Unternehmensregisters vornehmen kann. Probleme sollte es lediglich geben, wenn Personen in mehreren Betrieben arbeiten“, so Thomas Andresen zu JydskeVestkysten. „Wir wollen dem Minister klarmachen, dass, sollte es kleine Verkehrtheiten geben, wir damit leben könnten“, so Andresen mit einem Schmunzeln.

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