Eishockey

„Wir sind als Mannschaft gereift“

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Herning
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Schlimm sah es aus, als Oliver Lauridsen unsanft zu Boden gestreckt wurde, doch der Verteidiger konnte nach einer kurzen Pause weiterspielen. Foto: Scanpix/Henning Bagger

Die dänische Auswahl hat dem Nachbarn aus Norwegen im Kampf um das letzte Viertelfinal-Ticket eins ausgewischt und jetzt die Nase vorn. „Wir haben uns in Führung gebracht und alles selbst in der Hand“, freut sich Verteidiger Oliver Lauridsen, der sich über die positive Entwicklung der Mannschaft freut.

„Wir haben clever gespielt. Es mag sein, dass es nicht so berauschend war und es nicht hin und her ging, aber wir haben die erspielte Führung sicher über die Zeit gebracht. Das ist ein Zeichen dafür, dass wir eine starke Mannschaft sind, wenn wir in solch einem Spiel, wo normalerweise sehr viele Emotionen involviert sind, clever spielen können. Wir sind als Mannschaft gereift“, meint Oliver Lauridsen: „Wir haben versucht, hinten die Null und den Gegner von Chancen fern zu halten. Es ist wichtig, dass wir in Führung liegend komfortabel sein können anstatt einem vierten oder fünften Tor hinterher zu jagen und so unnötiges Risiko einzugehen. Wir wissen, dass wir eine solide Führung halten können, wenn wir unsere Arbeit machen.“

Vorne platzte bei Nicklas Jensen der Knoten. Der Herninger wurde in Überzahl zum zweifachen Torschützen.

„Wir haben im Powerplay den Puck richtig gut bewegt und haben gut füreinander gearbeitet. Philip Larsen und Patrick Russell haben es mir bei beiden Toren leicht gemacht. Spiele werden in Über- und Unterzahl entschieden, und unsere „Special Teams“ waren besser als die der Norweger“, meint Nicklas Jensen, für den es etwas ganz besonders war, in seiner Heimatstadt zwei WM-Tore zu erzielen: „Familie und Freunde sitzen auf den Rängen, halb Herning ist da und das restliche Dänemark guckt am Bildschirm zu. Die Stimmung ist fantastisch, die Stadt ist von Anfang an eine große Partyzone gewesen, und sogar das Wetter spielt mit – das ist besser als wir uns jemals erträumt hatten.“

Auch deswegen freut es ihn, dass die dänische Mannschaft derzeit Werbung fürs Eishockey machen.

„Ich hoffe, dass die dänische Bevölkerung sich in diesen Tagen viel mehr mit dem Eishockey beschäftigt und nicht immer nur an Fußball denkt. Das wäre gut für die Entwicklung unserer Sportart“, sagt Nicklas Jensen.

Oliver Lauridsen sieht eine reifere dänische Mannschaft. Foto: Scanpix/Henning Bagger
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