Vandalismus

Dumm gelaufen: Mit Porsche auf Skipiste stecken geblieben

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
Roskilde
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Räumfahrzeug im Schnee (Symbolbild). Foto: Dan Cook/Unsplash

Die Skipiste in Hedeland auf Seeland ist schon eine Flachland-Rarität an sich. Am Donnerstag geriet der Hügel auf Seeland nun aber wegen einer spektakulär geistlosen Aktion in die Schlagzeilen – eine Missglückte Abfahrt mit Porsche.

Am Sonntagfrüh um 6.30 Uhr leuchteten die Auto-Scheinwerfer auf dem Gipfel der Skipiste in Hedeland, zwischen Roskilde und Kopenhagen. Ganze 80 Meter über dem Meeresspiegel und 50 Meter über der umliegenden Landschaft steht ein Auto, das Skiklub-Vizechef Mads Bondo später auf Videoaufnahmen als Porsche Panamera identifiziert. Das schreibt die Tageszeitung Dagbladet Roskilde auf ihrer Internetseite sn.dk.

Der Fahrer des schwarzen Boliden gibt Gas – und bleibt nach nur wenigen Metern in dem Bisschen Schnee stecken, der noch im oberen Bereich der Piste liegt. Der Wagen, der in Dänemark neu für ab rund zwei Millionen Kronen ( 270.000 Euro) zu haben ist, steckt hoffnungslos fest.

„Auf den Überwachungsbildern sehen wir, wie zwei Personen einigermaßen verwirrt rund um das Auto im Schnee herumlaufen und versuchen, eine Lösung für das Problem zu finden, dass sie sich selbst beschert haben“, sagt Bondo.

Nach dem Porsche kam ein Trecker

Gegen 7.20 Uhr dann beginnt das nächste Kapitel des Vandalismus-Einsatzes auf der Skipiste auf dem Gebiet einer ehemaligen Kiesgrube. Und dies könnteteure Folgen für den Skiverein haben.

„Über den Gipfel des Hügels kommt ein roter Traktor gefahren, der sich daran macht, den Porsche freizuziehen“, berichtet Bondo. Dabei rangiert das Fahrzeug hin und her, fährt die Piste hinauf und herab und schleppt den Porsche nach der Befreiungsaktion die ganze Piste hinunter. Gegen 8.30 Uhr verschwinden beide Fahrzeuge aus dem Blickfeld der Kameras.

Hinterlassen haben sie eine stark zerpflügte Piste, die aufgrund des schmelzenden Schnees derzeit besonders feucht ist. Mit Kosten von rund 50.000 Kronen für die Ausbesserung rechnet Mads Bondo laut sn.dk. „Ich kann nicht verstehen, was Leuten durch den Kopf eht, die sowas machen. Wenn wir sie nicht finden, müssen wir es aus unserer Kasse bezahlen. Dann müssen wir das Geld von dem nehmen, was wir dadurch verdient haben, dass unsere viele Freiwilligen die Piste über den Winter offen gehalten haben“, so Bondo.

Die Polizei wertet das Videomaterial des Skivereins aus und fahndet nach den Tätern.

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