Königshaus

Nordschleswig und die Welt kondolieren zum Tode Prinz Henriks

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Apenrade/Kopenhagen
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Prinz Henrik im Kreise der Familie auf Schloss Gravenstein in Nordschleswig im Sommer 2016. Foto: Scanpix

Aus der deutschen Minderheit in Dänemark, der dänischen Minderheit in Deutschland und aus aller Welt sind am Mittwoch Beileidsbekundungen im dänischen Königshaus eingegangen.

Der Tod von Prinz Henrik von Dänemark hat weltweite Reaktionen ausgelöst. Schwedens König Carl Gustav, Vetter von Königin Margrethe, hob die engen Bande zwischen Stockholm und Kopenhagen hervor. „Zwischen den nordischen Königshäusern bestehen nahe Verbindungen, nicht zuletzt durch die engen Familienbande, die uns verbinden. Wir gedenken Prinz Henrik mit großer Wärme“, sagte Carl Gustav.

Norwegens König Harald ordnete an, dass am Mittwoch und am Begräbnistag Henriks am Schlossbalkon in Oslo auf halbmast geflaggt werden sollte. „Unsere Kondolenzen gehen auch an das dänische Volk“, hieß es in einer Pressemitteilung des norwegischen Königshauses.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hob hervor, dass Henrik die Bande zwischen Dänemark und Frankreich gestärkt habe. „Henri de Monpezat wurde durch die Hochzeit mit Margrethe 1967 zu Henrik von Dänemark, wodurch eine lange und unveränderliche Freundschaft zwischen Dänemark und Frankreich geschaffen wurde, zwei Nationen, deren Allianz nie durchbrochen wurde“, schrieb er.

Russlands Präsident Wladimir Putin bezog sich auf die Bande zwischen dem dänischen Königshaus und der russischen Zarenfamilie seit der Heirat Prinzessin Dagmars mit dem Zaren im Jahre 1866. „Ich wünsche Ihnen und allen Mitgliedern der dänischen königlichen Familie Stärke und Mut in dieser schweren Zeit“, schrieb Putin an die Königin.

Auch in der internationalen Presse wurde der Tod des Prinzen viel beachtet. In den Online-Ausgaben des konservativen Le Figaro und der liberalen Le Monde wurden in Frankreich lange Nachrufe veröffentlicht. Die französische Nachrichtenagentur AFP schrieb über „Dänemarks Prinz, der König werden wollte“ und beschreibt ihn als einen, der den Ruf hatte, ein Lebemann zu sein.

Der Premierminister (Løgmaður) der Färöer-Inseln, Aksel V. Johannesen, schrieb von zahlreichen denkwürdigen Besuchen Henriks auf den Inseln. Besonders sein letzter Besuch 2010 bleibe im Gedächtnis als Erinnerung an die Lebensfreude und das warme Wesen und das aufrichtige Interesse Henriks an den Färöern.

In Südschleswig wurde am Mittwoch an den Institutionen der dänischen Minderheit auf halbmast geflaggt. „Der Prinz war Südschleswig auf viele Weisen verbunden“, heißt es in einem Kondolenzschreiben des Minderheiten-Dachgremiums Det sydslesvigske Samråd. „Wir werden ihn als guten Freund unserer Region und der Dänen südlich der Grenze im Gedächtnis behalten“, so die Südschleswiger.

Der Hauptvorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, schrieb an das Königshaus: „Wir erinnern uns mit Freude an mehrere Treffen und Gespräche mit Prinz Henrik und denken gerne an seine herzliche Art zurück, auf die Menschen zuzugehen.“

Jürgensens Schreiben im Wortlaut:

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