Einzelhandel

Studie: Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung kann zu leeren Regalen führen

jt
Aalborg
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Foto: Lasse Kofod/Ritzau Scanpix

Eine neue Studie zeigt, dass Supermärkte ihre Lebensmittelverschwendung aufgrund neuer IT-Lösungen um zehn Prozent senken können. Das würde zugleich aber auch zu leeren Regalen führen.

Der Einsatz gegen die Lebensmittelverschwendung geht in die nächste Runde. Eine neue Studie zeigt nun, dass Supermärkte mit einem speziellen Einkaufs-IT-System ihre Lebensmittelverschwendung um zehn Prozent senken können. Demnach würden in Dänemark täglich rund 45 Tonnen Lebensmittel vom Wegwerfen gerettet werden, so die Studie der Uni Aalborg und der technischen-naturwissenschaftlichen Universität in Norwegen.

Die Studie testete mehrere Einkaufsmodelle in verschiedenen Coop-Supermärkten in Norwegen. „Die Lebensmittelverschwendung fiel um zehn Prozent bei jenen Supermärkten, die IT-Hilfe bei ihren Frischwaren-Einkäufen bekamen“, erklärt der Forscher und Verfasser der Studie, Kasper Kiil gegenüber Politiken.

Um Lebensmittel vor dem Wegwerfen zu retten, müssen ihm zufolge Supermärkte ihre Frischwaren so einkaufen, wie sie es auch beispielsweise mit Textilien machen. „Wenn ein Supermarkt pro Woche zehn Stück einer Ware verkauft, aber ab und zu doch 15 davon absetzen kann, dann kaufen die meisten Supermärkte sicherheitshalber 15 Stück, damit der Kunde seine Ware bekommt. Das IT-System wird jedoch nur zehn Stück kaufen“, so Kiil und ergänzt: „So wird eine Ware zwar auch mal ausverkauft sein, doch die Lebensmittelverschwendung wird demnach deutlich reduziert“, meint der Forscher.

„Darüber hinaus sind die Waren in den Regalen frischer. Das führt zugleich auch zu einer fallenden Lebensmittelverschwendung im Eigenheim“, so Kiil zu Politiken.

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