Europapolitik

Überwachte Fischer

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen/Brüssel
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Foto: Scanpix

Fischereiministerin Eva Kjær Hansen (Venstre) hat der EU angeboten, Überwachungskameras auf Fischerbooten zu testen. Im Gegenzug fordert sie weniger Bürokratie für dänische Fischer.

Ab kommenden Jahr müssen Fischer alle gefangenen Fische, die mit einer Quote belegt sind, mitnehmen - auch die, die zu klein sind. So will es eine neue Vorschrift der EU.

Die dänische Fischereiministerin Eva Kjær Hansen (Venstre) hat der EU nun angeboten, Überwachungskameras auf dänischen Fischerbooten zu testen, damit die neuen Regeln auch eingehalten werden. Das sagte die Ministerin am Montag bei einem Treffen mit dem EU-Fischereikommissar, Karmenu Vella, in Brüssel.

Im Gegenzug sollen dänische Fischer Erleichterungen bei der Bürokratie und bei anderen Vorschriften bekommen.

„Vollkommen unakzeptabel"

Es war die erste Auslandsreise von Kjær Hansen seitdem sie den Posten als Ministerin für Fischerei, Gleichstellung und nordische Zusammenarbeit übernommen hatte.

Ab 2019 verpflichtet die EU die Fischer, alle Quoten-belegten Fische mitzunehmen, auch wenn diese das Mindestmaß noch nicht erreicht haben. Trotzdem seien nicht alle Länder bereit, diese Vorschrift zu akzeptieren, sagt die Ministerin. „Das wäre vollkommen unakzeptabel, wenn es ungleiche Wettbewerbsbedingungen gäbe”, so Kjær Hansen.

Aus diesem Grund hat sie der EU angeboten einen Prototypen für Kontrollen auszuarbeiten und zu testen, der anschließend in allen EU Ländern angewandt werden könnte.

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