Ruderverein

Doch nicht so „tumbe“: Der ARV-Herrenabend

K. Seifert/gp
Apenrade/Aabenraa
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Herrenabend
Obiger Zeitungsausschnitt ist aus dem Nordschleswiger vom 7. März 1978. Foto: DN-Archiv

Zum 60. Mal findet das traditionelle Erbsensuppen-Essen des Rudervereins statt. Anmeldungen sind bis Sonntag möglich. Ein Herrenabend-Veteran erinnert sich.

Der Apenrader Ruderverein (ARV) hält am Freitag, 2. März, seinen 60. Herrenabend ab. Noch bis Sonntag, 25. Februar, werden Anmeldungen entgegen genommen.

Nachdem der ARV im Herbst 1957 sein neu gebautes Klubhaus am Strandweg feierlich eingeweiht hatte, galt es, die neuen Räumlichkeiten mit Leben zu erfüllen. Der Bau war größtenteils durch die Eigenarbeit der aktiven, beziehungsweise durch großzügige Spenden passiver Mitglieder sowie durch Mittel aus Deutschland ermöglicht worden.

Der damalige Ruderwart Karl Christian Andersen schlug seinem Vorsitzenden, Andreas Andresen, vor, ob man nicht – in Ergänzung zum jährlichen Stiftungsfest, das bis dahin im Theaterhotel abgehalten wurde – im neuen Bootshaus zu einem Herrenabend mit Erbsenessen einladen könnte. Andersen hat später oft erzählt, dass „Dres Teknik“ ihm mit „Kalle, do er tumbe“ geantwortet haben soll.

In diesem Jahr kann der ARV stolz darauf verweisen, dass Kalle Andersens Idee so verrückt nicht war. 59 Herrenabende sind inzwischen abgehalten – und alle nach gleichem Muster: Erbsensuppe mit allem, was dazu gehört – Kohlwurst, Getränke, Kaffee, Verlosung, Klönschnack und wer mag, spielt anschließend Skat. Seemannslieder und Hymnen auf die Heimatstadt Apenrade gehören ebenso dazu, wie die Grußworte der Vertreter der Wassersportvereine in Apenrade sowie launige Reden und Witze.

60. Herrenabend

Der Apenrader Ruderverein lädt für Freitag, 2. März, um 19 Uhr zum 60. Herrenabend ins Klubhaus ein. Anmeldungen sind bis Sonntag, 25.Februar, bei Jürgen Drexel, Tel. 20 48 79 43, drexel@privat.dk, oder Peter Asmussen, Tel. 29 26 38 40, Asmus.peter.asmussen@gmail.com, möglich.

Erinnerungen eines Herrenabend-Veteranen

Ein Herrenabend-Veteran ist Gunnar Pedersen, der seit seiner Zeit als Vorsitzender von Aabenraa Sejlclub in den 70er-Jahren kaum einen Herrenabend versäumt hat. In der neuesten Ausgabe von „Historier fra bybakken“, herausgegeben von „Aabenraa Byhistoriske Forening“ schließt er seinen Beitrag über sein Leben in Apenrade und in zwei Kulturen mit den Worten: „Jeg føler, at vi blandt andet kommer tættere på hinanden, når jeg deltager i den årlige Herrenabend i Apenrader Ruderverein, hvor repræsentanter for mindretallet og byens danske vandsportsklubber mødes til ærtesuppe, øl og snaps. Der snakkes sønderjysk og talerne holdes på tysk og dansk. Sangene er på tysk med undtagelse af „Jeg har tumlet mig i leg på Galgebakken“. For mig et godt eksempel på grænselandets melodi, som jeg synger med på, så længe jeg kan.“

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