Sanierungen

Mieter als Schlüssel zum Erfolg

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Sonderburg/Sønderborg
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Erik Lauritzen
Bürgermeister Erik Lauritzen sprach beim Kickoff-Treffen zu den Anwesenden. Foto: Ilse Marie Jacobsen

3.300 Mietwohnungen in der Kommune Sonderburg sollen in den kommenden Jahren energetisch saniert werden.

In den nächsten drei Jahren sollen 3.300 Mietwohnungen der Wohnungsbaugesellschaften Sonderburgs umweltfreundlicher modernisiert werden. Das Projekt wurde von ProjectZero bei der EU beantragt. Mit HAPPI soll herausgefunden werden, wie die Wohnungsbauvereine ihre Abteilungen energetisch sanieren können. Für dieses Projekt wurden 114 Millionen Kronen zur Verfügung gestellt. Es wird aber nur ein Erfolg, wenn sich die Mieter aktiv daran beteiligen.

„Wir müssen beim HAPPI-Projekt damit arbeiten, wie die Wohnungsbauvereine die Bewohner noch mehr einbeziehen können. Sie sind es letztendlich, die Stellung zu den Energierenovierungen beziehen. Daher sind es die Mieter, die unser Schlüssel zum Erfolg des HAPPI-Projekts sind“, stellt Henrik Bielefeldt von ProjectZero fest.

Am Dienstag wurde das HAPPI-Projekt bei EUC Syd von Bürgermeister Erik Lauritzen und Repräsentanten der Wohnungsbauvereine und ProjectZero offiziell eingeleitet. Henrik Bielefeldt freute sich, dass so viele Bewohner zum Kick-Start gekommen waren. „Denn ihr bestimmt“, stellte er fest. Das Sonderburger Projekt wird von diversen Organisationen mit Interesse verfolgt. Zu diesen gehören u. a. auch Dansk Byggeri und BL – Danmarks almene Boliger.

„Wir wollen das“

Bürgermeister Erik Lauritzen (Soz.) stellte fest, dass eine gute Zusammenarbeit in Sonderburg schon immer wichtig gewesen ist. „Das hat uns dorthin gebracht, wo wir heute sind“, stellte er fest. Die eine Million Euro aus der EU-Kasse seien kein Zufall. „Sie wissen, dass wir etwas draus machen. Wir realisieren, was wir uns vornehmen. Es ist eine große Aufgabe. Aber wartet nur ab. Wir werden es tun. Wir wollen das“, erklärte das Stadtoberhaupt. Auch wenn Sonderburg 2029 nicht die CO2-Neutralität erreiche, werde viel gewonnen – Arbeitsplätze, Teamwork und Geld in der Kasse, erklärte Lauritzen.

Die SAB-Vorsitzende Vivian Engelbrecht freute sich, dass die Wohnungsbauvereine etwas für die grüne Energie tun können. Die Bewohner werden in die Projekte miteinbezogen, „und wir werden auch nach dem Projekt weiter mit der Tragfähigkeit arbeiten“, versprach sie.
Die sechs Wohnungsbauvereine verfügen über 20 Prozent der Wohnfläche in der Kommune. Soll Sonderburg 2029 CO2-neutral sein, muss deshalb auch dort angesetzt werden. Die Wohnungsbauvereine haben ihre CO2 bislang um 44 Prozent gesenkt.

Sind alle 3.318 Wohnungen renoviert, sollten bei der Energie jährlich 11.500.000 kWh eingespart werden können. 1.600.000 Kilowatt sollen Solarzellen liefern.

Am HAPPI-Projekt beteiligen sich ProjectZero, B42, Sønderborg Andelsboligforening, Nordborg Andelsboligforening, SØBO, DANBO, Gråsten Andelsboligforening, Danish Energy Management & Esbensen und EUC Syd.

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