Düppel

Die vergessene Schlacht

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Sonderburg/Sønderborg
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Tom Buk-Swienty
Filmproduzent Klaus Birch (l.) und Auto Tom Buk-Swienty mit Soldaten anno 1864. Foto: Karin Riggelsen

Das Historiencenter in Düppel bereichert sein Angebot mit einem Film über den 29. Juni 1864. Das Buch des Historikers Tom Buk-Swienty bildet die Grundlage dazu.

sonderburg/Sønderborg Das Historiencenter 1864 hat seine Saison mit einer Neuheit eröffnet, die die Schlacht am 29. Juni 1864 mehr ins Bewusstsein rückt, wie es das Zentrum seit 2010 auf der Halbinsel Kær versucht. Da wird die alles entscheidende Kampfhandlung zwischen Preußen und Dänemark nachgestellt.

Es ist „die vergessene Schlacht in der Geschichte Dänemarks“, so der Untertitel des Films. Denn wie Centerleiter Bjørn Østergaard bei der Premiere im Multikulturhaus erzählte, gelte die Schlacht am 18. April 1864 auf den Düppeler Schanzen als kriegsentscheidend. Sechs Wochen lang wurden in London Friedensverhandlungen geführt, die scheiterten. Erst der Kampf am 29. Juni aber habe den Krieg beendet.

Bjørn Ostergaard verhehlte nicht seinen „alten Traum“, dass die ganze Stadt Sonderburg im Zeichen von 1864 stehen sollte, was Wachstum bringen kann, „auch wenn Krieg ekelhaft ist, lässt es sich nicht umgehen, fasziniert zu sein“, so Østergaard.

Die Grundlage für den Film ist das Buch von Tom Buk-Swienty „Dommedag Als“. Der 29. Juni 1864 sei „nichts, worauf wir stolz sein können“, meinte er zu Verhandlungen in London, die an „politischen Schwindelanfällen“ gescheitert seien. „Es ist keine schöne Geschichte, darum danke ich Birch, dass er diese Schlacht wieder aufleben lässt“, sagte der Autor.

Produzent und Regisseur Klaus Birch wiederum dankte den Offiziersanwärtern der Kaserne in Varde (wohin die Sonderburger verlegt wurde) für ihr Mitwirken, wüssten sie doch, wie gekämpft würde, und der Kommune für die Bereitschaft, zügig die notwendigen Genehmigungen beizubringen.

Dem 50-köpfigen Produktionsstab standen 20 Statisten gegenüber. Es ist geglückt, dank „fiktiver Kniffe“, dass es im Film so aussieht, als seien massenhaft Soldaten bei den Kämpfen beteiligt. Das war Birchs Sorge gewesen. Die andere, dass der Film nicht das Interesse jüngerer Besucher fange. Geht es nach dem Premierenpublikum, dürfte auch diese seine Sorge hinfällig sein.

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