Deutsche Minderheit

Seit 25 Jahren für Kinder und Eltern da

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Bülderup-Bau/Bylderup-Bov
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Frieda Thomsen in ihrem Element. Seit 25 Jahren kümmert sie sich in Bülderup um Kinder. Foto: Karin Riggelsen

Frieda Thomsen ist als Erzieherin seit einem Vierteljahrhundert im Deutschen Kindergarten Bülderup tätig. Besonders wichtig ist der 60-Jährigen, dass Kinder draußen sind und sich im Zusammenspiel mit der Natur entfalten können.

Künstlerisch und handwerklich interessiert, schwebte Frieda Thomsen eigentlich vor, beruflich etwas mit Glasschleifen zu machen. „Es gab allerdings nur eine Stelle in Dänemark, wo man das erlernen konnte“, so Frieda Thomsen. Sie schlug stattdessen den Erzieherberuf ein und ist nun seit 25 Jahren im Deutschen Kindergarten Bülderup tätig. „Schuld“ war Annelise Bucka, wie Frieda Thomsen mit einem Lächeln bemerkt. „Sie suchte damals ein Kindermädchen. Ich sagte zu und kümmerte mich um die fünf Kinder. Als ich über eine Berufswahl nachdachte, sagte Annelise Bucka: ,Du musst doch mit Kindern arbeiten‘“.

Gesagt – getan. Frieda Thomsen ließ sich zur Erzieherin ausbilden. Zu Hause widmete sie sich zunächst ihren eigenen Kindern, ehe sie in den Beruf einstieg. Zunächst als Vertretung im Kindergarten Bülderup, wurde sie feste Mitarbeiterin und ist seitdem nicht mehr wegzudenken. „Sie ist eine wertvolle und sehr professionelle Mitarbeiterin, die die Zusammenarbeit mit den Eltern im Fokus hat und immer an den Kindergarten als Ganzes denkt. Sie hält zudem engen Kontakt zur Schule und bereitet die großen Kinder auf den Übergang in die Schule vor“, so das Lob von Kerstin Jessen, Gesamtleiterin der Kindergärten Bülderup, Tingleff und Rapstedt.

Selbst weiterentwickeln

Die Arbeit in Bülderup sagte Frieda Thomsen von Beginn an zu. Die pädagogische Arbeit mit den Kindern, das Fördern und Stärken jedes Einzelnen waren und sind zentrale Elemente, wobei neue Methoden und Erkenntnisse über Fortbildungen einfließen. „Ich habe einen Arbeitsplatz, an dem man sich weiterentwickeln kann“, so Frieda Thomsen. Das war schon zu Zeiten von Inge Lange so, wie sie betont.

Erziehung ist durch Veränderungen der Gesellschaft ein dynamischer Prozess, so die Jubilarin. Die Schnelllebigkeit und das Tempo der heutigen Zeit sind Herausforderungen. „Wir sind bemüht, das Tempo und die Hektik rauszunehmen und dabei auch mit den Eltern zusammenzuarbeiten“, erwähnt Frieda Thomsen. Als Beispiel der Entschleunigung nennt sie das alte Drehscheibentelefon, das Kinder von heute eigentlich gar nicht mehr kennen. „Wenn man eine 0 wählt, dann dauert es seine Zeit, bis die Scheibe zurückgedreht ist.“ Gut Ding will Weile haben, so das Credo.

Besonders wichtig ist der 60-Jährigen, dass Kinder draußen sind und sich im Zusammenspiel mit der Natur entfalten können – körperlich wie geistig. Der Bülderuper Kindergarten verfügt über ein großes und vielseitiges Gelände, an dessen Gestaltung Frieda Thomsen maßgeblichen Anteil hatte. „Das Gelände ist ideal. Ich könnte mir eine Arbeit in einem Kindergarten nicht vorstellen, das nur wenig Außenbereich hat“, so Naturmensch Frieda Thomsen.

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