Ersatz-Konsulentin

Eine Leidenschaft für Geschichte

Kerrin Jens
Apenrade/Aabenraa  
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Manuela Diercks-Misch pendelt für ihren neuen Job zwischen Sonderburg und Apenrade. Foto: K. Riggelsen

Manuela Diercks-Misch vertritt für ein halbes Jahr die Jugendkunstkonsulentin Jana Surkus. Die ersten Projekte sind bereits in Planung.

Manuela Diercks-Misch übernimmt von Januar bis Juni die Aufgaben der Jugendkunstkonsulentin Jana Surkus, die sich im Mutterschutz befindet. Darüber hinaus ist die 32-Jährige als Mitarbeiterin im Deutschen Museum für Nordschleswig in Sonderburg beschäftigt.

Manuela, was sind deine Aufgaben, wenn du Jana Surkus vertrittst?
Dazu gehörten die Planung und Durchführung von Veranstaltungen für Kinder, wie der Kindergartentag auf dem Knivsberg. Ich freue mich darauf, Kindern aus verschiedenen Altersgruppen etwas über Geschichte, Kunst und Kultur beizubringen.

Welche Vorhaben planst du zurzeit?
In den nächsten Wochen und Monaten steht viel an. Als Jugendkunstkonsulentin helfe ich bei der Planung für das Knivsbergfest im Juni. Außerdem stehen Projekte mit Kindergärten an. Es wird einen kurdisch-dänischen Tag für Kinder geben und außerdem einen Filmabend für Erwachsene.

Warum sind die Aufgaben einer Jugendkunstkonsulentin wichtig?
Die Kinder entwickeln Freude an Themen wie Geschichte, Kunst und Kultur. Themen, die mir besonders am Herzen liegen. Es würde etwas fehlen, wenn es keine Projekte mehr geben würde, die das fördern.

Hast du bereits Erfahrungen damit?
Ich arbeite seit August im Deutschen Museum in Sonderburg. Diesen Job kann ich auch neben der Vertretung von Jana weitermachen. Ich arbeite ein bis zwei Tage die Woche in Apenrade und drei bis vier Tage in Sonderburg. Dort organisiere ich ebenfalls Veranstaltungen und arbeite mit Kindern zusammen. Mein nächstes Projekt ist es, das Schulmuseum aus Apenrade in Sonderburg wieder aufzubauen. Ich habe auch viele Jahre im Geschichtscenter Dybbøl Banke gearbeitet. Am liebsten habe ich mit Geschichte zu tun. Das 19. Jahrhundert finde ich besonders spannend. In dem Jahrhundert ist so viel passiert, und es hat sich viel verändert und entwickelt.

Interessierst du dich schon immer für den Kulturbereich?
Ich habe Kunst und Dänisch als Hauptfächer in Flensburg studiert und dann meinen Master in Kultur, Sprache und Medien in Flensburg absolviert. Meine Masterarbeit habe ich übrigens zu dem Thema Vermittlung in Museen und ähnlichen Institutionen geschrieben. Thematisch sehr passend zu meinem jetzigen Beruf und den aktuellen Aufgaben.

Warum hast du in Deutschland studiert?
Ich gehöre zur deutschen Minderheit, und es war mir wichtig, in Deutschland zu studieren, damit ich den Bezug zur deutschen Sprache nicht verliere. Ich war in einem deutschen Kindergarten und auf der deutschen Schule, dann aber auf dem dänischen Gymnasium. Für mich gehört beides zum Alltag. Ich merke gar nicht mehr, wenn ich zwischen Dänisch und Deutsch wechsele.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?
Seit einem halben Jahr gehe ich regelmäßig ins Fitnessstudio und mache Kraftsport. Ich trainiere fast jeden Tag mehrere Stunden. Das hilft mir beim Abschalten, und ich bekomme neue Energie für neue Projekte.

Freust du dich auf die kommende Zeit?
Mir liegt viel an dem, was ich tue. Ich habe meine Arbeit immer geliebt. Das liegt daran, dass ich nur das mache, wofür ich mich selbst interessiere.


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