Eishockey

Thomas Lillie sammelte wertvolle Erfahrung

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Woyens/Vojens
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Thomas Lillie in der Woyenser SE Arena. Foto: Iversen

Die WM-Teilnahme von NHL-Star Frederik Andersen hat den Traum von der Weltmeisterschaft im eigenen Land für Thomas Lillie platzen lassen, doch beim 22-jährige Woyenser wird die Enttäuschung von der Freude über die wertvolle Erfahrung, die er sammeln durfte, überschattet.

Thomas Lillie hatte bis zuletzt auf die Eishockey-Weltmeisterschaft im eigenen Land gehofft und gehörte noch zum dänischen Kader, als Dänemark in der vergangenen Woche in der Woyenser SE Arena gegen den Olympia-Zweiten Deutschland mit 4:3 nach Verlängerung gewann, doch der WM-Traum ist für den Woyenser nicht unerwartet geplatzt.

Der Herninger Simon Nielsen und nicht zuletzt Weltklassetorhüter Frederik Andersen von den Toronto Maple Leafs sind auf der Zielgeraden an ihn vorbeigezogen.

„Es werden wohl viele Jahre verstreichen, bevor die WM wieder nach Dänemark kommt. Ich hatte bis zuletzt auf meine WM-Chance gehofft, kann aber gegen die Entscheidung nichts einwenden. Frederik Andersen ist die klare Nummer eins im Tor“, sagt Thomas Lillie: „Es ist mein erstes Jahr im Kreise der Nationalmannschaft und habe mich über jeden Tag gefreut, wo ich dabei gewesen bin. Ich habe viel gelernt und viele Erfahrungen gesammelt.“

Der 22-Jährige stand mit der dänischen Nationalmannschaft in der Arena, wo er vergeblich seinen Durchbruch suchte. Eigengewächs Lillie machte in der Saison 2013/14 als 18-jähriger sieben Spiele für SønderjyskE, stand aber im Schatten von Alfie Michaud und suchte eine neue Herausforderung in Schweden, wo er zwei Jahre lang in der U20-Mannschaft des amtierenden schwedischen Meisters Växjö Lakers spielte.

„Ich bin früh nach Schweden gegangen. Ich wollte unbedingt einen Torwarttrainer, und den habe ich in Växjö bekommen“, sagt Thomas Lillie, der nach zwei Jahren auf höchstem Junioren-Niveau auf der Suche nach einem Stammplatz zwischen den Pfosten bei den „Erwachsenen“ war, aber diesen nicht bei seinem Heimatverein fand: „Ich glaube nicht, dass SønderjyskE für einen jungen dänischen Torwart bereit war.“

Dieses Vertrauen bekam er in Frederikshavn, doch nach zwei Jahren für die White Hawks in der dänischen Liga wird er die Nordjüten verlassen.

„Ich werde etwas neues probieren. Konkretes kann ich noch nicht sagen, aber ich spreche mit dänischen und schwedischen Klubs“, sagt der Torwart, der eine Rückkehr zu SønderjyskE nicht ausschließen will, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt: „Ich bin noch jung und möchte jetzt raus, um etwas neues zu probieren, aber wenn ich älter werde, kann es durchaus sein, dass ich wieder in Woyens spiele.“

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