Sozialhilfeempfänger

KIK-Strategie hat gefruchtet

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Die Kommune Apenrade hat elf Monate vorher als geplant, die Marke von 500 Sozialhilfeempfängern unterboten. Die gesammelten Erfahrungen sollen für künftige Projekte genutzt werden.

Als der Arbeitsmarktausschuss der Kommune Apenrade 2016 die sogenannte KIK-Strategie vom Stapel laufen ließ, sollte binnen der nächsten drei Jahre die Zahl der sogenannten „aktivitätsbereiten Sozialhilfeempfänger“ (aktivitetsparate kontanthjælpsmodtagere) halbiert werden.

Es handelt sich
dabei um Sozialhilfeempfänger, deren Problem nicht nur die Arbeitslosigkeit ist, sondern bei denen Alkohol, Drogen, psychische Probleme und Ähnliches hinzukommen. Das Ziel ist jetzt – elf Monate vor der Frist – erreicht.

Unter 500

1.008 Bürger waren beim KIK-Start als „aktivitätsbereit“ registriert. Die Zahl liegt aktuell bei 495 aktivitätsbereiten Sozialhilfeempfängern.

Schaut man sich das Zahlenmaterial genauer an, sieht man, dass weit mehr als 513 (1.008-495) Bürgern geholfen wurde. Zu den zu Beginn registrierten 1.008 Sozialhilfeempfängern „mit besonderen Herausforderungen“ kamen bis 2017 nämlich 429 weitere Bürger hinzu. Insgesamt wurden also 1.437 von der Strategie erfasst. Eine weitere bemerkenswerte Zahl: 445 Bürger sind auf keinerlei Sozialleistung mehr angewiesen, sondern sind selbstversorgend.

„Die guten Ergebnisse freuen mich natürlich total. Ich bin froh, dass wir so vielen Bürgern von der Sozialhilfe auf den Arbeitsmarkt verholfen haben. Das wäre ohne die vielen Betriebe nicht möglich gewesen, die sich als gute Zusammenarbeitspartner erwiesen haben, indem sie Ausbildungs- und Praktikumsplätze zur Verfügung stellten“, sagt der Vorsitzende des zuständigen Arbeitsmarktausschusses, Ejler Schütt (DF).

Erfahrung weiter nutzen

Zu Beginn der Strategie wurden viele neue Sachbearbeiter eingestellt. Denen wird mit Ablauf der vereinbarten KIK-Projektzeit nicht etwa gekündigt. „Nein, wir wären ja schön blöd, die erworbenen Expertisen nicht weiter zu nutzen. Selbstverständlich werden wir ihr Wissen und ihre Erfahrungen auch bei künftigen Investitionsstrategien benötigen“, so Schütt.

Er kündigt zudem an, dass die Kommune die guten Erfahrungen aus der KIK-Strategie auch in künftige Investitionsstrategien einbringen wird. Als nächstes wird der Arbeitsmarktausschuss voraussichtlich eine Strategie für die berufs- und ausbildungsbereiten Sozialhilfeempfänger entwickeln.

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