Umwelt und Natur

Mit drei Millionen Kronen gegen Strandmüll

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Kopenhagen
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Foto: dpa

Dänische Umweltbehörde startet eine neue Kampagne. Strandgäste, Segler und Fischer sollen dazu beitragen, dass weniger Müll in die Meere gelangt.

Die dänische Umweltbehörde Miljøstyrelsen startet eine Kampagne gegen die Vermüllung der Strände. Strandgäste, Segler und Fischer sollen dazu beitragen, dass weniger Müll in die Meere gelangt. Längst ist die Müllflut zu einem globalen Problem geworden, denn immer mehr Müll landet am Grund der Meere, wird von Fischen verschluckt oder lässt Seevögel qualvoll eingehen.

Die Kampagne soll vor allem auch Strandbesucher anhalten, dort keinen Müll zu hinterlassen. Es hat sich gezeigt, dass dort liegen gebliebener Abfall ebenso eine Quelle für die Meeresvermüllung ist wie das Abkippen von Müll durch Schiffe oder Zuführung über Flüsse aus dem Hinterland. Vorgesehen sind auch Strandreinigungen mit Freiwilligen.

Laut „Miljøstyrelsen“ entfernen allein die Kommunen entlang der westjütischen Küste jährlich 1.000 Tonnen von den dortigen Stränden. Dabei ist der an den Strand gespülte Müll nur die Spitze des Eisbergs. Die Behörde berichtet, dass 11 bis 39 Prozent der Dorsche, Heringe und Wittlinge, die in Nord- und Ostsee gefangen werden, Plastikreste in ihren Mägen haben. 90 Prozent des Abfalls, der auf der Meeresoberfläche treibt, besteht aus Kunststoffen.

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