Deutsche Minderheit

DSSV-Vorsitzender: Wir werden innerhalb des BDN Solidarität zeigen

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Nordschleswig
Zuletzt aktualisiert um:
Welm Friedrichsen in der Mitte zwischen links Fedder Christensen und Stefan Sass vom DSSV. Foto: Gwyn Nissen

Wenn die deutsche Minderheit in Nordschleswig im Juni die finanzielle Gesamtsituation der Minderheit diskutiert, wird sich der Deutsche Schul- und Sprachverein bei einer Umverteilung einbringen.

Der Deutsche Schul- und Sprachverein für Nordschleswig, der im Landesteil 14 deutsche Schulen und 20 Kindergärten sowie das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig betreibt, befindet sich in einer finanziell zufriedenstellenden Situation.

Dafür gibt es laut dem DSSV-Vorsitzenden Welm Friedrichsen drei Gründe: Wachsende, stabile Kinder- und Schülerzahlen (und dadurch höhere Zuschüsse), angepasste Zuwendungen von Seiten der Kommunen für die Kindergärten sowie von Seiten des Staates für die Schulen, und schließlich zusätzliche Investitionsmittel vom dänischen Staat (2018: fünf Millionen Kronen).

„Der gesamte BDN ist eine Solidargemeinschaft“

Welm Friedrichsen wies in dem Zusammenhang auf das bevorstehende Haushaltsseminar des Bundes Deutscher Nordschleswiger hin: „Der gesamte BDN ist eine Solidargemeinschaft, und wir sind als DSSV ein wichtiger Teil des BDN. Deshalb werden auch wir innerhalb des BDN Solidarität zeigen, und der Gemeinschaft helfen“, sagte Welm Friedrichsen.

Nicht alle Verbände bekämen die Preissteigerungen durch Erhöhung der staatlichen Zuschüsse ausgeglichen, erklärte der Vorsitzende: „Berlin (Bundesmittel, Anmerkung der Redaktion) ist sehr sparsam mit der Erhöhung der Zuwendungen.“

Welm Friedrichsen meinte, es sei naiv zu glauben, wenn der DSSV „nicht einen kleinen Teil unserer Zuschüsse von Bund und Land abgeben muss, um damit andere Verbände vernünftig arbeiten zu lassen.“

Irgendwann sei aber auch für den DSSV die Schmerzgrenze erreicht, bemerkte Welm Friedrichsen.

Mehr lesen