Handball

Schwache Offensive kostete Erfolgschance

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Skjern
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TM Tønders Emil Bergholt hatte gegen seinem alten Verein einen schweren Stand am Kreis. Foto: Karin Riggelsen

Die Handballer von TM Tønder scheiterten zu oft an Skjern-Torhüter Emil Nielsen und musste so am Ende gegen das Spitzenteam eine knappe aber verdiente 22:26-Niederlage hinnehmen. Damit wartet am kommenden Mittwoch ein echtes Finale um den Klassenerhalt für TMT, wenn die Nachbarn von Ribe-Esbjerg in Tondern gastieren.

Die Handballer von TM Tønder haben gegen das Spitzenteam von Skjern eine 22:26-Niederlage kassiert. Nach einer über weite Strecken schwachen ersten Halbzeit drohte bereits eine Klatsche, doch die Gäste kämpften Vorbildlich. Kurzzeitig lag nach der Pause sogar eine Überraschung in der Luft, aber die Gastgeber machten den Unterschied zwischen Ligaspitze und Tabellenkeller deutlich und bestraften die Fehler der Gäste eiskalt.

„Wir sind einfach an dem Punkt, wo wir mental und physisch an der Grenze sind. Wenn es für uns nicht von Beginn an läuft, wird es schwer. Als wir nach der Pause die Zügel gelockert haben und freier gespielt haben, hat es geklappt. Aber wir haben gegen eine sehr starke Mannschaft gespielt“, so TMT-Trainer Torben Sørensen erschöpft.

Schon in den ersten wenigen Angriffen der Gäste sollte sich das Dilemma der nahezu gesamten ersten Halbzeit zeigen. Erst der vierte Wurf fand sein Ziel vorbei am Schreckgespenst Emil Nielsen im Skjern-Tor. Der Neu-Nationalspieler zog den Gästen mit einer sehr starken Leistung über 26 Minuten den Zahn. Selbst in Überzahl oder im Spiel sieben gegen sechs fehlte es TM Tønder an passenden Lösungen und wenn doch eine Lücke gefunden war stand ja noch Nielsen im Weg. Eine Reihe an Zeitstrafen machte das Leben der Gäste dazu auch nicht leichter.

Dass es bis zur Pause nur ein 9:13-Rückstand wurde, war zum einen nachlässiger werdenden Gastgebern geschuldet, zum anderen Mathias Hoyer Mosel im TMT-Tor, der nach seinen Paraden einige Konter einleitete.

Immerhin war der Hoffnungsschimmer so noch gesichert und bei den Gästen konnte es nach der Pause im Positionsangriff nur besser werden.

TM Tønder hatte mit dem Pausentee auch neuen Glauben zu sich genommen. Mosel machte weiterhin hinten dicht und mit gehörig Tempo erspielten sich die Gäste, die nach weiten Strecken der ersten Halbzeit ohne Chance waren, wieder in Schlagdistanz. Nach 40 Minuten war beim 17:18 der Anschluss wiederhergestellt.

Die goldene Möglichkeit auf den Ausgleich verpassten die Gäste aber. Mathias Høyer Mosel hatte vom eigenen Wurfkreis das Gehäuse der Heimmannschaft verfehlt. Die Heimmannschaft fing sich wieder und mit der gleichzeitig nicht abreißenden Zeitstrafenflut der Gäste, war der Zug für eine Überraschung abgefahren.

Am Ende stand eine redliche, aber ob der vielen Fehler verdiente 22:26-Niederlage für TM Tønder zu Buche.

Somit kommt es am kommenden Mittwoch für die Handballer von TM Tønder zu einem Finale um den vorläufigen Klassenerhalt, wenn Ribe-Esbjerg in Tondern gastiert.

„Wir werden bereit sein und alles in die Waagschale werfen. Wir wollen nicht direkt Absteigen und werden das auch zeigen“, so Lasse Hamann-Boeriths kämpferisch.


Skjern Håndbold - TM Tønder (13:9) 26:22
Skjern Håndbold: Emil Nielsen, Tibor Ivanisevic - Markus Olsson (4), Tandri Már Konradsson (1), Anders Eggert (5/5), Christoffer Cichosz, Jesper Konradsson (3), Jonathan Stenbäcken (3), Bjarte Myrhol (3), Bjarke Christensen (1), René Rasmussen (3), Kasper Søndergaard, Cornelius Kragh Aastrup (1), Eivind Tangen (2).
TM Tønder: Mathias Høyer Mosel (1), Christian Trans - Morten Jørgensen, Thomas Schultz Clausen (1), Emil Bergholt 1(), Oliver Nøddesbo Eggert, Jesper Redlefsen (3), Hans Martin Asmussen (1), Rolf Ravn, Niclas Thyssen (1), Martin Kærgaard Pederrsen (5), Mads Thomsen, Kristian Stoklund Larsen (4/1), Lasse Hamann-Boeriths (2), Rune Hoyer Schrøder (1), Ulrik Nøddesbo Eggert (2).
Zeitstrafen: 3:6. Siebenmeter: 6:2.
Schiedsrichter: Henrik Mortensen/Jesper Kirkholm Madsen.
Zuschauer: 2.567.

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