Fussball

Belastet Mads Hvilsom den eigenen Klub?

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Foto: Scanpix/Claus Fisker

Eine Snapchat-Nachricht an seinen ehemaligen Mannschaftskollegen in Hobro soll als Beweis im Matchfixing-Fall dienen.

Nur wenig ist bislang aus den Ermittlungen des Matchfixingsekretariats von Danmarks Idræts-Forbund (DIF) im Fall SønderjyskE nach außen gedrungen. „Ekstra Bladet“ meint aber zu wissen, dass eine Nachricht von SønderjyskE-Kicker Mads Hvilsom im sozialen Medium Snapchat an seinen ehemaligen Mannschaftskollegen aus Hobro, Jesper Bøge ein zentraler Punkt ist.

Eine ungenannte Quelle behauptet, dass die Snapchat-Nachricht in etwa folgenden Inhalt hatte: „Schön, eingewechselt zu werden und zu wissen zu bekommen, dass man kein Tor machen darf, obwohl wir in Rückstand geraten waren. Aber alle andere Mannschaften hätten es auch so gemacht wie wir.“

Gegen die Glaubwürdigkeit der Snapchat-Nachricht spricht allerdings, dass Mads Hvilsom bereits in der 67. Minute beim Stand von 1:0 für den FC Midtjylland eingewechselt wurde, als SønderjyskE noch die Chance auf die Meisterschafts-Endrunde hatte. Danach fiel auch das 1:1 durch Niki Zimling (85.), bevor in der 90. Minute das umstrittene 2:1 für den FC Midtjylland fiel.

„Das ist für uns nicht neu. Das ist uns als Teil der Ermittlungen von DIF vorgehalten worden. Es gibt anscheinend andere Parteien, die verzweifelt versuchen, die Angelegenheit über andere Kanäle zu beeinflussen, und das finden wir zutiefst verwerflich“, schreibt SønderjyskE-Sportchef Hans Jørgen Haysen in einer Mail an „Ekstra Bladet“.

„Ich möchte unterstreichen, dass ich nie von Klub oder Trainer zu wissen bekommen habe, dass ich nicht gewinnen oder ein Tor erzielen darf“, lautet die Aussage von Mads Hvilsom in der gleichen Mail: „Ich hatte ein Gespräch mit meinem besten Freund, und der Inhalt ist aus dem Zusammenhang gerissen worden. Ich war frustriert, dass ich endlich auf den Platz gekommen war, und dann sind wir in der 90. Minute in Rückstand, ohne Möglichkeit noch zwei Tore erzielen zu können.“

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