„Quaestor Fight Night“ in Apenrade

Box-Event war ein voller Erfolg

Box-Event war ein voller Erfolg

Box-Event war ein voller Erfolg

Sebastian Möbius
Apenrade/Aabenraa
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Der Boxring im Zelt auf der Festwiese des Apenrader Ringreitens. Foto: Sebastian Möbius

Die „Quaestor Fight Night“ bot ein wahres Box-Spektakel und lockte am Donnerstagabend rund 600 Besucher ins Zelt auf dem Ringreiter-Gelände. Dabei kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten.

Bereits um kurz nach 17 Uhr startete der erste Vorkampf. Mahdi Jallaw aus Kopenhagen schickte seinen Kontrahenten aus Georgien bereits in der ersten Runde per Knockout auf die Matte. Zu diesem Zeitpunkt hatten schon rund 200 Besucher, trotz schlechtem Wetter, den Weg ins Box-Zelt gefunden.

Es folgten weitere Vorkämpfe mit dänischer Beteiligung. Jacob Porsgaard, Oliver Zaren, Ali Mohammed, Oliver Møllenberg und Abdul Khattab gingen allesamt siegreich aus ihren Kämpfen hervor und besiegten unter anderem Gegner aus Albanien, Georgien, Polen und Ungarn.

In den Pausen zwischen den Fights wurde irische Musik gespielt. Darunter Klassiker wie „Shipping up to Boston“ oder „Whiskey in the Jar“.

Holzken neue Weltmeisterin

Gegen 21 Uhr kam es dann zum ersten Showdown. Die Niederländerin Alicia Holzken trat zum Kampf um zwei Weltmeistertitel im Fliegengewicht gegen die Rumänin Xenia Jorneac an.

Zwei Gürtel, jeweils von der WIBF (Women’s International Boxing Federation) und der GBU (Global Boxing Union), standen auf dem Spiel. Der Schlagabtausch ging über die vollen zehn Runden und ließ über den gesamten Zeitraum nicht erahnen, wer als Sieger hervorgehen könnte.

Alicia Holzken (links) teilt gegen Xenia Jorneac (rechts) aus. Foto: Sebastian Möbius

Die Punktrichter entschieden im Nachgang zugunsten der Niederländerin. Damit gewann Holzken, in ihrem erst fünften Kampf als Profi, gleich zwei Weltmeistertitel.

Nach dem Kampf sagte Holzken:"In meinem fünften Kampf direkt Weltmeisterin zu werden ist ein großer Sieg für mich, obwohl ich mit Xenia eine richtig starke Gegnerin hatte. Ich werde diese zwei Titel jetzt erstmal genießen und nach dem Sommer wieder voll auf den nächsten Kampf fokussiert sein."

„El Puma“ zwingt Nielsen in die Knie

Um halb elf war es dann so weit. Der Hauptkampf stand auf dem Programm. Bei diesem standen sich Mikkel „Pjatrøv“ Nielsen aus Odense und Jose Luis Rodriguez „El Puma“ Guerrero gegenüber. Es ging um nichts Geringeres als den GBU Intercontinental-Titel im Weltergewicht.

Doch schon in den ersten Runden wurde klar, dass das eine harte Nuss für den 30-jährigen Dänen wird. Sein zehn Jahre jüngerer Kontrahent war agiler und vor allem schneller mit den Fäusten.

Mikkel „Pjatrøv" Nielsen (links) musste gegen Jose Luis Rodriguez „El Puma" Guerrero (rechts) einiges einstecken. Foto: Sebastian Möbius

„Irgendwann habe ich aufgehört, meinen Kopf richtig zu bewegen, meine Aktionen sind schlampig geworden. Diese Niederlage geht auf meine Kappe“, sagte der gebürtige Haderslebener Nielsen nach dem Fight.

So war es dann auch keine Überraschung, dass nach zehn Runden „El Puma“ als Sieger feststand und sich ab jetzt neuer GBU Intercontinental-Champion nennen darf.

Auch lange nach dem Kampf war die Enttäuschung beim Dänen Mikkel Nielsen groß.

Er wurde ununterbrochen von den Zuschauern angefeuert und wollte vor heimischer Kulisse unbedingt den Sieg holen. Dass es dafür nicht gereicht hat ist laut Nielsen „das schlechteste Gefühl, dass ich jemals hatte“.

Dennoch war die „Quaestor Fight Night“, welche um halb zwölf abends endete, insgesamt ein rundum gelungenes Event.

Die Veranstaltung war die inoffizielle Eröffnung des Apenrader Ringreitens.

Dieses wird heute offiziell eröffnet und hat am Abend mit Star-DJ Martin Jensen (wir berichteten) einen echten Hingucker zu Gast.

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