Grenzprojekt

Singen ohne Grenzen

Singen ohne Grenzen

Singen ohne Grenzen

Charlotte Hülser
Apenrade/Aabenraa
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Kinder beim Toben in der Turnhalle der Deutschen Privatschule Apenrade Foto: Charlotte Hülser

Singen, Tanzen und Spielen stand beim Treffen der beiden teilnehmenden Kindergärten aus Apenrade und Harrislee auf dem Programm, die sich im Rahmen des Projekts „Singen ohne Grenzen" in Apenrade trafen.

Es wurde getobt und gespielt in der Turnhalle der deutschen Privatschule in Apenrade. 33 Kinder sangen, lachten und tanzten miteinander was das Zeug hielt und zeigten so, dass sie sich auch über die Grenze hinweg glänzend verstehen und verständigen können. Das grenzüberschreitende Projekt „Singen ohne Grenzen“ hat in diesem Jahr die beiden Kindergärten aus Apenrade und Harrislee zusammengebracht.

Seit Anfang des Jahres übten die Kinder verschiedene Lieder auf deutsch, dänisch, friesisch oder sønderjysk, um textlich und choreografisch fit zu sein. Das machte großen Spaß, und das sah man ihnen auch an. „Es geht um Freude und das Miteinander“, findet Erzieherin Annelie Jepsen vom Deutschen Kindergarten Margrethenweg. Sie hat sich gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen vorab in zwei Kurstagen auf das Projekt vorbereitet, um die sorgsam ausgewählten Lieder mit den Kindern erarbeiten zu können. Die jungen Nachwuchssänger haben mit Begeisterung mitgemacht und auch beim Treffen der beiden Kindergärten in Apenrade gezeigt, was sie können. „Es ist toll, dass es so leicht geht“, freut sich Annelie Jepsen.

Mit zweisprachigen, schön illustrierten Liederbüchern machte das Singen doppelt Freude. Foto: Charlotte Hülser

Für die Kinder aus Schleswig-Holstein war das Projekt etwas ganz Neues, denn sie seien nicht gewohnt gewesen, auf deutsch und dänisch zu singen, erklärt Lilian Magnussen, Leiterin des Harreslevmark Børnehave, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Ivonne Tiessen an der Aktion gearbeitet hat.

Nach der morgendlichen Ankunft in Apenrade und dem Spielen in der Turnhalle, sangen die Kinder im großen Kreis Lieder wie „Bruder Jakob“ („Mester Jakob“) oder das Abschlusslied „Singen ohne Grenzen“ („Synge uden grænser“), das extra für das Projekt komponiert wurde. Im Anschluss daran gab es eine Mittagspause im deutschen Freizeitheim Apenrade und erneutes Spiel auf dem Spielplatz, bis es dann gegen 13 Uhr für den Partnerkindergarten zurück nach Harrislee ging.

Tanzen, Singen und Spaß waren das Wichtigste beim Grenzprojekt. Foto: Charlotte Hülser


Große Unterstützung für das Projekt kam von der Kulturregion Syd, das unter anderem die An- und Abreise der Gäste mit dem Bus finanzierte. Am 28. März findet dann der Gegenbesuch in Deutschland statt, bevor das Projekt mit dem Abschlusskonzert am 8. Mai 2019 sein Ende findet. Im nächsten Jahr geht die Kooperation in die nächste Runde, wie auch in diesem Jahr wird es einen Frühjahrs- und einen Herbsttermin geben, die Anmeldung dafür ist bereits möglich.

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