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Deutsche Politiker warnen Dänemark vor Moschee-Beziehungen

Deutsche Politiker warnen Dänemark vor Moschee-Beziehungen

Deutsche Politiker warnen Dänemark vor Moschee-Beziehungen

Kopenhagen/Hamburg
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Die Imam Ali Moschee im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro. Foto: Lars Laursen/Ritzau Scanpix/Biofoto

Die Imam Ali Moschee in Kopenhagen steht in enger Beziehung mit einer vom Verfassungsschutz beobachteten Moschee in Hamburg. Deutsche Politiker warnen nun.

Eine enge Beziehung zwischen der Imam Ali Moschee in Kopenhagen und einer unter Beobachtung stehenden Moschee in Hamburg hat nun mehrere deutsche Politiker dazu veranlasst, Dänemark zu warnen. Das berichtet die Tageszeitung Jyllands-Posten. Laut Verfassungsschutz verbreite die Moschee in Hamburg Propaganda für das Regime im Iran.

Die Beziehungen nach Hamburg gehen aus der Satzung der Imam Ali Moschee hervor. Darin steht, dass die deutsche Moschee im Falle einer Auflösung des Vereins in Kopenhagen das Eigentum übernehmen werde. Diese Informationen haben dazu geführt, dass sich mehrere Politiker in Deutschland kritisch zu den Beziehungen der Moscheen äußern. Darunter Grünen-Fraktionsvorsitzender Volker Beck.

„Anhand dieser Informationen müssten dänische Politiker und die Behörden gründlich untersuchen, was in der Moschee in Kopenhagen vor sich geht“, so Beck und ergänzt: „Wir haben in Deutschland gesehen, wie die Moschee in Hamburg die Haltungen Irans verherrlicht. Das sollte man in Dänemark nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

Die dänische Kirchen- und Kulturministerin, Mette Bock (Liberale Allianz) erklärt gegenüber Jyllands-Posten, dass sie den dänischen Nachrichtendienst PET vertraut und dass dieser Gruppen beobachte, die verdächtigt werden, die Demokratie und grundlegende Werte zu untergraben.

Mohammad Khani, Leiter der Imam Ali Moschee, weist den Vorwurf zurück, dass die deutsche Moschee die Tagesordnung in seiner Moschee diktiert. „Egal welche Beziehung die Moschee in Hamburg in den Iran hat, ändert das nichts daran, dass sie nicht bestimmen können, was wir hier vor Ort machen“, so Khani. Es sei ihm zufolge natürlich, dass bei einer Auflösung eines schiitischen Vereins die Aktivitäten von einem anderen Verein übernommen werden.

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