Ausgrabung in Jordanien

Dänische Archäologen finden das älteste Brot der Welt

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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In dieser Feuerstelle in Jordanien wurden die Teigreste gefunden. Foto: Ritzau Scanpix

Archäologen der Universität Kopenhagen haben gemeinsam mit englischen Kollegen Teigreste eines 14.400 Jahre alten Fladenbrotes in Jordanien gefunden. Dies werfe ein ganz neues Licht auf die Menschheitsgeschichte, sagen die Forscher.

Vor 14.400 Jahren wurde im Nordosten von Jordanien Fladenbrot gebacken. Klingt unspektakulär – ist aber ein Sensationsfund, der bisherige Annahmen zur Menschheitsgeschichte auf den Kopf stellen könnte, sagen Forscher.

Archäologen der Universität Kopenhagen fanden gemeinsam mit Kollegen vom University College London und der Cambgridge University die verkohlten Teigreste in der Feuerstelle des urzeitlichen Jäger- und Sammlerdorfes „Shubayqa1“ in Jordanien.

Die Reste eines Fladenbrotes sind die ältesten, die jemals gefunden wurden, heißt es von den Forschern in einer Pressemitteilung. Das Alter ist vor allem deswegen so bemerkenswert, weil der Fund zeigt, dass mindestens 4.000 Jahre vor Erfindung der Landwirtschaft bereits Brot gebacken wurde.

„Wir wissen nun mit Sicherheit, dass lange vor Entstehung der Landwirtschaft brotähnliche Produkte hergestellt wurden“, so Amaia Arranz Otaegui von der Kopenhagener Universität in der Mitteilung.

Weitere Forschungen sollen nun zeigen, wie sich diese Brotherstellung mit wilden Kornsorten auf den nachfolgenden Kornanbau ausgewirkt hat.

„Dies könnte eine treibende Kraft für die unglaubliche Revolution in der Menschheitsgeschichte sein, die die Einführung der Landwirtschaft war“, sagt Archäologe Tobias Richter.

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