Epidemieentwicklung

Corona: Experten erwarten Rückgang oder Status quo

Corona: Experten erwarten Rückgang oder Status quo

Corona: Experten erwarten Rückgang oder Status quo

Ritzau/nb
Kopenhagen
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Für die kommenden Wochen erwartet die dänische Behörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten, Statens Serum Institut, keinen Anstieg der Corona-Epidemie. Foto: Fusion Medical Animation/Unsplash.com

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In einem neuen Bericht einer Expertengruppe weisen sämtliche Szenarien daraufhin, dass die Epidemie in den kommenden Wochen in Dänemark nicht an Schärfe zunehmen wird.

Eine Expertengruppe hat verschiedene Szenarien für die Entwicklung der Corona-Pandemie innerhalb der nächsten Wochen berechnet. Sie alle zeigen entweder eine abnehmende oder eine stagnierende Entwicklung in Dänemark.

Das teilt die dänische Behörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten, Statens Serum Institut (SSI), mit.

Blick auf den Herbst

Der Bericht beschäftigt sich mit der Entwicklung der Epidemie in der näheren Zukunft.

Die Szenarien sind keine Vorhersagen, sondern beschreiben mögliche Entwicklungen der Epidemie unter der Annahme, dass auf ein mögliches Ansteigen der Infektionszahlen nicht reagiert wird.

Trotz Anstieg an Infizierten keine höhere Belastung der Krankenhäuser

In den meisten Szenarien wird im Laufe des Herbstes mit einer steigenden Anzahl an Infizierten und an Personen, die ins Krankenhaus eingeliefert werden, gerechnet.

Mit Covid-19 infizierte Patientinnen und Patienten werden jedoch generell für eine kürzere Zeit im Krankenhaus behandelt, als dies zu Beginn der Epidemie der Fall war. Deshalb führt ein Anstieg der Krankenhauseinlieferungen nicht notwendigerweise zu einer vergleichsweise hohen Belastung der Krankenhäuser wie dies zuvor der Fall war.

90 Prozent Impfquote und regeres öffentliches Leben

Die Expertinnen und Experten setzen dabei ein Szenario voraus, bei dem mindestens 90 Prozent der Bevölkerung geimpft wird und dieser Wert zugleich nicht weiter ansteigt.

Auch die Frage, wie sich das öffentliche Leben entwickelt, spielt eine Rolle. Hier sind die Experten davon ausgegangen, dass die Aktivitäten in der Gesellschaft um zehn Prozent zunehmen, und dass diese Entwicklung anhält.

Camilla Holten Møller, Ärztin beim SSI und Leiterin der Expertengruppe, betont, dass selbst kleine Änderungen eine große Wirkung haben. Ein weiterer wichtiger Faktor sei deshalb die Impfbereitschaft, die vor allem Einfluss auf die erwartete Zahl an neuen Krankenhauseinweisungen über den Herbst hinweg habe.

Alternativszenario

Allerdings gibt es auch ein Szenario, bei dem die Zahl der Infizierten nicht weiter ansteigt. Dies sei der Fall, wenn die Impfbereitschaft 90 Prozent in allen Zielgruppen beträgt und gleichzeitig das Aktivitätspotenzial in der Gesellschaft unverändert bleibe.

Allerdings nimmt die Genauigkeit, mit der die Szenarien eine mögliche Entwicklung vorhersagen können, mit fortschreitender Dauer ab. Je länger man in den Herbst schaut, desto unsicherer werden deshalb die Vorhersagen.

Deltavariante kann die Unbekannte sein

Dies hängt unter anderem davon ab, als wie effektiv sich die Impfstoffe gegen die Deltavariante des Coronavirus Wirkung erweisen.

Aus diesem Grund ist es nicht möglich zu sagen, wann es zu einem eventuellen Anstieg der Infektionen kommen kann, und wie sich eine solche Zunahme auf die Zahl der Infizierten und der Personen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, auswirkt.

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