Coronavirus

Absprache über Entschädigung für Gaststätten

Absprache über Entschädigung für Gaststätten

Absprache über Entschädigung für Gaststätten

Ritzau/wt
Kopenhagen
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Restaurants und Wirtshäuser müssen um 22 Uhr schließen. Nun wollen ihnen die Politiker unter die Arme greifen. Foto: Karin Riggelsen

Der Branchenverband der Gastronomie Horesta meint, dass eine neue politische Absprache Kündigungen nicht verhindern wird.

Bars, Restaurants und Cafés erhalten nun eine Entschädigung für die Einnahmen, die ihnen wegen der neuen Corona-Maßnahmen entgehen.

Darauf hat sich eine breite Mehrheit im Folketing geeinigt.

Seit Sonnabend müssen Gaststätten um 22 Uhr schließen. Nun soll ein Paket von weiteren 100 Millionen Kronen ihnen helfen, über die Runden zu kommen.

„Die Maßnahmen treffen Euch, die dafür sorgen, dass wir einen gemütlichen Abend haben können. Deshalb gibt es nun eine breite Mehrheit, die Euch Hilfe anbietet“, sagte Erwerbsminister Simon Kollerup (Soz.) nach Verhandlungen am Sonntagabend.

Die Sozialdemokraten, Venstre, Radikale Venstre, SF, die Konservativen und die Alternativen haben sich der Absprache angeschlossen.

Die Regelung bedeutet, dass Besitzer von Gaststätten eine Entschädigung erhalten, wenn sie einen Umsatzrückgang von 35 Prozent verzeichnen. In dem Fall beträgt die Entschädigung 25 Prozent der festen Kosten. Dieser Anteil steigt bis zu 80 Prozent der Kosten, sollten 90 Prozent des Umsatzes verloren gehen.

Auch werden die Möglichkeiten, existierende Hilfspakete zu nutzen, erweitert, sodass die Hilfen insgesamt 300 bis 400 Millionen Kronen betragen.

Kündigungen

Der Branchenverband Horesta bezeichnet die neue Absprache als positiv, sieht aber auch große Mängel, da Lohnkosten nicht ersetzt werden.

„So wie die Absprache jetzt aussieht, wird es zu Kündigungen kommen“, sagt Kirsten Munch Andersen, politische Direktorin bei Horesta.

„Ich hoffe jedoch, dass die extra Mittel für die Branche zielgenau für Abgabenerleichterungen eingesetzt werden, sodass die Ausgaben geringer werden. Denn viele Betriebe stehen unter hohem Druck.“

Die neuen Maßnahmen sollen vorläufig für zwei Wochen gelten. Nach Einschätzungen von Horesta werden sie, kombiniert mit den geltenden Vorschriften von einem Meter Abstand, in den zwei Wochen zu Verlusten in der Größenordnung von einer Milliarde Kronen führen.

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