Wachstums-Vorschläge der Regierung

Nuss-Steuer weg und Aktien attraktiver machen

Nuss-Steuer weg und Aktien attraktiver machen

Nuss-Steuer weg und Aktien attraktiver machen

jt/ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Gewerbeminister Brian Mikkelsen, Finanzminister Kristian Jensen und Minister für Ökonomie- und Inneres Simon Emil Ammitzbøll. Foto: Scanpix

Im Zuge der neuen Steuerreform will die dänische Regierung die Abgaben auf Nüsse abschaffen und die Aktienkultur in Dänemark stärken.

Die dänische Regierung präsentierte am Mittwoch ihren neuen Wachstums-Vorschlag. Dieser soll der dänischen Wirtschaft unter die Arme greifen. Demnach könnten Mandeln, Haselnüsse und Müsli-Mischungen ab 2018 günstiger werden – sollte der neue Vorschlag zur Steuerreform Realität werden. „Die Abgabe für Nüsse macht es schwer für die dänischen Importeure ihre Ware zu verkaufen“, heißt es im Bericht der Regierung.

„Für uns ist die Nuss-Steuer eine schlecht konstruierte Abgabe. Sie ist unfassbar kompliziert und gibt auch nur einen kleinen Beitrag für die Staatskasse“, sagt Marktdirektor vom Wirtschaftsverband Dansk Erhverv, Henrik Hyltoft. „Gleichzeitig ist es in einer heutigen Zeit, in der Nüsse als gesund gelten, schwer zu verstehen, warum diese besteuert werden", so Hyltoft

Wie viel der Verbraucher letzten Endes beim Nusskauf sparen kann, hängt von den einzelnen Nusssorten ab und ob diese mit oder ohne Schalen verkauft werden.

Aktien für die Dänen

Auch die Aktien- und Unternehmenskultur soll in Dänemark angekurbelt werden. Dänemark hat im Vergleich zu seinen Nachbarländern relativ wenige Bürger, die in Aktien und Unternehmen investieren. „Die Regierung möchte die Investitionen ankurbeln. Wir liegen im Vergleich zu unseren Nachbarn weit hinterher“, sagt Gewerbeminister Brian Mikkelsen von den Konservativen.

Die Regierung schlägt unter anderem vor, dass sich dänische Bürger ein Aktiensparkonto anlegen können, bei dem die Rendite steuerfrei ist. Mikkelsen schätzt, dass rund eine halbe Million Dänen sich ein solches Konto anlegen werden. „Wir sind gezwungen, kleine bis mittelgroße Unternehmen bessere Bedingungen für Investitionen hierzulande zu schaffen“, so der Gewerbeminister.

Die Regierung möchte außerdem die Bedingungen für die Besteuerung der normalen Aktieneinnahmen ändern. Bisher wurden Aktieneinnahmen bis 52.900 Kronen mit 27 Prozent besteuert. Beträge, die darüber liegen mit 42 Prozent. Die Prozentsätze sollen beibehalten werden, doch die Grenze wird von 52.900 auf 100.000 Kronen erhöht.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine Stimme für die Tiere“