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Wortmeldung der Unterrichtsministerin erschüttert Branchenverband

Wortmeldung der Unterrichtsministerin erschüttert Branchenverband

Ministeraussage erschüttert Branchenverband

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Kinder- und Unterrichtsministerin Pernille Rosenkrantz-Theil (Sozialdemokraten) ist mit dem Ausbildungsverhalten großer Bauunternehmen in Dänemark nicht zufrieden. Foto: Niels Ahlmann Olesen/Ritzau Scanpix

Die neue Unterrichtsministerin hat die großen dänischen Bauunternehmen ins Visier genommen. Sie kritisiert deren ihrer Ansicht nach mangelnde Ausbildungsbereitschaft. Das empört den Branchenverband Dansk Byggeri.

Nach Meinung der neuen Kinder- und Unterrichtsministerin Pernille Rosenkrantz-Theil bilden große Bauunternehmen wie Aarsleff, MT Højgaard, NCC und Arkil nicht genug Lehrlinge aus und kommen so ihrer Verantwortung nicht nach. Dies sagte sie der Gewerkschaft 3F am Montag, berichtet Avisen Danmark.

Lars Storr-Hansen, geschäftsführender Direktor des Branchenverbandes Dansk Byggeri, kritisiert die Aussage der Ministerin. Er sei erschüttert, dass eine neu gewählte Ministerin in der Öffentlichkeit große tonangebende Unternehmen beschuldige, ihrer Verantwortung nicht nachzukommen.

Pernille Rosenkrantz-Theil ist der Auffassung, dass die Unternehmen ihren Worten nach kreative Rechenmethoden anwenden, um einen Lehrlingsstand auszuweisen, der höher ist, als es der Wirklichkeit entspricht.

2016 war die vorherige Regierung in einem Dreierabkommen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften übereingekommen, dass Firmen eine bestimmte Anzahl an Plätzen für die praktische Ausbildung zur Verfügung stellen – je nach Größe des Unternehmens.

Diese Vereinbarung erfülle man, so Lars Storr-Hansen, deshalb müsse die Ministerin ihre unsägliche Kritik beenden, so Storr-Hansen, der die Ministerin nach den Sommerferien zu einem Treffen einladen will, auf dem der Ausbildungseinsatz aufgezeigt werden soll. Positive Signale kommen von Pernille Rosenkrantz-Theil. Dies sei ein Problem, das man nur gemeinsam lösen könne, so die Ministerin in „Avisen Danmark".

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