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SG Flensburg-Handewitt ist wieder deutscher Handball-Meister

SG Flensburg-Handewitt ist wieder Handball-Meister

SG Flensburg-Handewitt ist wieder Handball-Meister

Kai Teichmann/shz.de/hm
Düsseldorf
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Handball: Bundesliga, Bergischer HC - SG Flensburg-Handewitt, 34. Spieltag im ISS Dome, Düsseldorf. Flensburgs Andreas Zachariassen bejubelt sein Tor. Foto: Foto: Guido Kirchner/dpa

Die SG Flensburg-Handewitt ist nach dem Erfolg beim Bergischen HC erneut deutscher Handball-Meister. Es ist der dritte Titel in der Vereinsgeschichte.

Was für ein fulminantes Meisterstück! Die SG Flensburg-Handewitt ist nach dem 27:24 (13:8)-Erfolg beim Bergischen HC erneut deutscher Handball-Meister. Den dritten Titel der Vereinsgeschichte holte das Team von Maik Machulla vor 10.053 Zuschauern im Düsseldorfer ISS Dome – darunter fast 2000 SG-Fans.

Der Spitzenreiter legte im ersten Durchgang phasenweise sieben Tore vor, zeigte auch bei einer Aufholjagd des BHC keinerlei Nervosität und verdiente sich so den Titel.

Eine erste Parade von Benjamin Buric, ein Rückraum-Hammer von Magnus Röd – die SG war sofort da. Der Bergische HC konnte nur mit viel Mühe Abschlüsse gegen die Flensburger 5:1-Deckung mit Rasmus Lauge auf der Spitze und Tobias Karlsson im Zentrum kreieren.Der Schwede spielte im letzten Bundesliga-Spiel seiner Karriere unter Schmerzen, aber er spielte. Und die SG dominierte! Jim Gottfridsson erzielte das 4:1 (7. Minute), wenig später (11.) das 6:3. Blicke auf den Liveticker waren für den THW Kiel und seine Fans ernüchternd.

Die Flensburger sind Meister. Foto: Guido Kirchner/dpa
Daran änderte sich in der ersten Halbzeit nichts mehr. Bis zum 8:5 von Anders Zachariassen (17.) behauptete der Titelverteidiger den Drei-Tore-Vorsprung, dann folgte eine achtminütige Demonstration der Flensburger Stärke. Buric parierte mehrere Würfe, vorne war die SG konsequent – oder sie konterte, wie Anders Zachariassen zum 12:6.
Als Röd auf 13:6 (25.) erhöhte und BHC-Coach Sebastian Hinze seine zweite Auszeit nahm, herrschte auf den Rängen Ausnahmezustand. „Deutscher Meister wird nur die SGW“, schallte es aus fast 2000 Flensburger Kehlen durch den Düsseldorfer ISS Dome – Gänsehaut!
Nach der Pause tat sich die SG schwerer, auch weil der BHC leichter zu Torerfolgen kam. Die Führung schmolz wieder auf drei Treffer (14:11, 34.). Doch die SG blieb – angeführt von ihren Fans – zunächst cool und legte durch Röd (18:14), Zachariassen (19:15) und den ganz starken Gottfridsson (20:16) immer wieder vier Tore vor.

Vom Meisterkurs brachten Flensburg auch der vorübergehende Ausfall von Röd (47.) und Fabian Gutbrods Anschlusstreffer zum 24:23 (56.) nicht mehr ab. Lauge tankt sich durch und erkämpfte einen Strafwurf, den Magnus Jöndal (58.) verwandelte. Im Gegenzug feuerte Gutbrod den Ball ans Lattenkreuz – die Party begann!

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