Unfall am Flughafen Sylt

Airbus gesichert: Flugbetrieb läuft ab Mittag wieder

Miriam Richter/Benjamin Nolte/Karsten Sörensen/Tobias Fligge, shz.de
Tinnum
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Der Airbus am frühen Sonntagmorgen. Foto: Christian Thiessen

Bergungsarbeiten bis in die Nacht: Am Sonntagmorgen wurde die Air-Berlin-Maschine von der Landebahn geschleppt.

Nach der missglückten Landung einer Air-Berlin-Maschine auf Sylt hat das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung die Ermittlungen übernommen. Die Air-Berlin-Maschine wurde unterdessen von der Landebahn weggeschleppt. „Der Airbus ist seit heute morgen geborgen. Aktuell laufen an der Piste noch Reinigungsarbeiten, danach kann sie wieder freigegeben werden. Wir gehen zur Zeit davon aus, ab der planmäßigen Öffnungszeit wieder mit beiden Bahnen in den Betrieb zu gehen‘‘, Flughafen-Geschäftsführer Peter Douven mit.

Schon gegen sieben Uhr, stand der Airbus vor die Halle 74, berichtete der Sylter Christian Thiessen shz.de. „Das Löschfahrzeug fuhr bereits Richtung Heimat und der Rest der Einsatzkräfte wirkte, als ob sie schon eingepackt hätten.“

Laut Flugplan wurde am Sonntagmorgen je eine Flug von und nach Düsseldorf gestrichen. „Bereits gestern war klar, dass dies zu früh sein wird“, sagte Douven auf Nachfrage von shz.de. Weitere Flüge sollen demnach stattfinden.

Das war passiert

Am Sonnabendmorgen kam es zuvor auf dem Flughafen Sylt gegen 8.30 Uhr zu einem Zwischenfall. Eine Air-Berlin-Maschine schoss über die östliche Landebahn Richtung „Alte Wache“ hinaus und kam auf einer Wiese zum Stehen. Der Airbus mit der Flugnummer AB6880 kam aus Düsseldorf. Verletzt wurde niemand.

Allerdings blockierte die Maschine vom Typ Airbus A320 seit dem Vorfall die Hauptpiste des Flughafens auf der Ferieninsel. Der Flugbetetrieb wurde eingestellt. Auch am Sonntag ist laut der Internetseite des Flughafens bereits eine Verbindung gestrichen worden.

Die Maschine stand nach Angaben des Sprechers seit dem Vorfall auf dem Rasen hinter der Landebahn. Aufgrund des andauernden Regens sei die Maschine über Nacht noch weiter in das nasse Erdreich abgesackt. Für die Bergung sei schweres Gerät erforderlich. Dafür werde ein Spezialunternehmen gebraucht, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Die Ursache für den Vorfall des Fliegers aus Düsseldorf ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Das Bundesamt für Flugunfalluntersuchungen übernahm die Ermittlungen. Zum Unfallzeitpunkt habe schlechte Sicht geherrscht. Außerdem sei die Landebahn nass gewesen, hieß es. „Wir sind froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist“, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Wolfgang Kloth.

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